Pogacar nach Roubaix-Niederlage: Rad-Star lässt Comeback 2027 offen
Pogacar nach Roubaix: Comeback 2027 möglich

Pogacar nach Roubaix-Niederlage: Rad-Star lässt Comeback 2027 offen

Drei Radwechsel, Beine wie Spaghetti und dennoch nicht am Boden: Tadej Pogacar hat nach seinem packenden Rückschlag bei Paris-Roubaix einen dritten Versuch im kommenden Jahr in Aussicht gestellt. Der slowenische Ausnahmefahrer zeigte sich nach der dramatischen Niederlage gegen den Belgier Wout van Aert zurückhaltend, aber nicht entmutigt.

Mission Impossible im Velodrome

„Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber vielleicht doch. Ich habe noch einige Jahre in meiner Karriere vor mir. Also werde ich versuchen, zurückzukommen und es noch einmal zu versuchen“, erklärte der 27-jährige Weltmeister nach dem Rennen. Bei der 123. Ausgabe von Paris-Roubaix unterlag Pogacar im finalen Sprint im historischen Velodrome von Roubaix, nachdem sich beide Fahrer 54 Kilometer vor dem Ziel abgesetzt hatten.

„Ich freue mich für Wout. Ich denke, er hat sich den Sieg verdient“, sagte Pogacar sportlich. Seinen Widersacher loszuwerden, sei eine „Mission Impossible“ gewesen. „Es sollte einfach nicht sein, dass ich ihn abschütteln konnte. Und im Sprint war er einfach viel schneller“, analysierte der Slowene. „Ich hatte noch Hoffnung auf den Sprint, aber meine Beine waren wie Spaghetti.“

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Verpasster Meilenstein bei den Monumenten

Mit dieser Niederlage verpasste Pogacar einen bedeutenden Karriere-Meilenstein. Ein Triumph bei der Königin der Klassiker hätte bedeutet, dass der Slowene bei allen fünf Monumenten des Radsports mindestens einen Sieg errungen hätte. Dies gelang bisher nur den drei belgischen Legenden Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy.

Das Rennen markierte zudem das erste Mal seit September, dass Pogacar ein Rennen nicht gewinnen konnte. Dennoch zeigte sich der Vielfache Tour-de-France-Sieger zufrieden mit seiner Leistung unter schwierigen Bedingungen.

Chaotisches Rennen in der Hölle des Nordens

Die Ausgabe von Paris-Roubaix war von zahlreichen Defekten und Stürzen geprägt. Pogacar selbst musste drei Radwechsel in der sogenannten Hölle des Nordens bewältigen. „In einem so chaotischen Rennen habe ich mich ziemlich gut geschlagen, habe mein Bestes gegeben und bereue auf keinen Fall etwas“, betonte der Fahrer.

Trotz der mechanischen Probleme und der anspruchsvollen Strecke zeigte Pogacar seine charakteristische Kampfbereitschaft und blieb bis zum Schluss im Duell mit van Aert.

Ausblick auf die kommenden Rennen

Am 26. April will Pogacar beim nächsten Monument, Lüttich-Bastogne-Lüttich, seinen insgesamt vierten Sieg bei diesem Frühjahrsklassiker einfahren. Anschließend stehen die Tour de Romandie und die Tour de Suisse auf seinem Programm, um sich optimal auf die Frankreich-Rundfahrt im Juli vorzubereiten.

Die Radsport-Welt darf gespannt sein, ob Pogacar 2027 tatsächlich einen weiteren Anlauf auf den Sieg bei Paris-Roubaix nehmen wird. Sein Statement lässt jedenfalls die Tür für ein Comeback weit offen.

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