Ospa Jedermann-Radrennen feiert erfolgreiche Premiere in Rostock
Die Premiere des Ospa Jedermann-Radrennens in Rostock hat am Sonntag, dem 19. April, für zahlreiche emotionale Momente und sportliche Höchstleistungen gesorgt. Rund 500 Teilnehmer gingen bei der ersten Auflage dieses Amateurrennens in der Hansestadt an den Start und absolvierten entweder die 45-Kilometer- oder die 63-Kilometer-Distanz.
Organisator Michael Kruse erlebt erleichternden Erfolg
Für Organisator Michael Kruse waren die Wochen vor dem Event von Anspannung geprägt, wie er selbst zugibt. „Die Nächte vor diesem Tag waren für mich schlaflos, die Wochen davor lang“, verrät Kruse. Doch am Renntag konnte die Erleichterung und Zufriedenheit überwiegen, als er die vielen glücklichen Gesichter unter den Teilnehmern sah. Kruse, der das Jedermann-Radrennen bereits seit elf Jahren erfolgreich in Schwerin veranstaltet, hat nun erstmals die Hobbysportler und Amateure nach Rostock geholt.
Herausfordernde Streckenbedingungen trotz Kälte
Obwohl die Temperaturen kalt waren, boten die Strecken rund um den Ostseepark in Sievershagen über Parkentin und Satow gute, trockene Bedingungen. „Ich hatte in der Nacht schon gezittert“, sagt Kruse angesichts des Windes und der vielen freien Flächen entlang des Rundkurses. Die Strecke stellte die Radsportler dennoch vor Herausforderungen:
- Zweimal mussten die Teilnehmer über Kopfsteinpflaster fahren
- Kruse verglich diese Passagen humorvoll mit dem berühmten Paris-Roubaix-Rennen
- Trotz dieser Hindernisse entwickelte sich ein schnelles und temporeiches Rennen
Beeindruckende Leistungen und ein junger Sieger
Die sportlichen Leistungen waren bemerkenswert: Der erste Teilnehmer auf der 45-Kilometer-Distanz erreichte das Ziel nach nur einer Stunde und sechs Minuten. Auf der längeren 63-Kilometer-Strecke waren die Schnellsten bereits nach etwa anderthalb Stunden im Ziel, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 Kilometern pro Stunde.
Doch der erste Sieger des Tages war der dreijährige Finn Luca, der beim Kids Race in der Kategorie der Drei- bis Fünfjährigen mit seinem Laufrad antrat. Seine Mutter verriet, dass er eigentlich schon Fahrrad fahren kann, aber dennoch mit dem Laufrad startete. Die Familie war extra aus Qualitz bei Bützow angereist, nachdem die fahrradbegeisterte Oma von dem Rennen erzählt hatte.
Zukunftspläne und Dank an Helfer
Für Organisator Michael Kruse geht die Arbeit nun weiter. Die nächste Auflage des Jedermann-Radrennens ist bereits für den 13. September in Schwerin geplant. Auch nach Rostock will Kruse mit dem Rennen zurückkehren und versuchen, im nächsten Jahr hier ein hochwertiges Radrennen zu etablieren, möglichst näher in der Hansestadt selbst. Dies erfordert jedoch erheblichen Aufwand und die Unterstützung der Stadt, insbesondere bei Straßensperrungen und anderen Auflagen.
Kruse bedankte sich ausdrücklich bei den zahlreichen Helfern und Sponsoren, die zum Gelingen der Premiere beigetragen haben:
- Rund 80 Kameraden umliegender freiwilliger Feuerwehren
- Etwa 100 Polizeibeamte der Inspektionen Güstrow und Rostock
- Weitere 30 bis 40 ehrenamtliche Helfer
Jeder der rund 500 Teilnehmer erhielt eine Medaille als Erinnerung an dieses besondere Sportereignis, das Amateuren und Hobbysportlern die Möglichkeit bot, sich in einem professionellen Rahmen zu messen und unvergessliche Momente zu erleben.



