Baskenland-Rundfahrt: Florian Lipowitz verpasst Königsetappen-Sieg knapp gegen Seixas
Lipowitz knapp hinter Seixas bei Baskenland-Königsetappe

Baskenland-Rundfahrt: Florian Lipowitz verpasst Königsetappen-Sieg knapp gegen Seixas

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz hat bei der prestigeträchtigen Baskenland-Rundfahrt den Triumph bei der anspruchsvollen Königsetappe nur äußerst knapp verfehlt. Der talentierte Fahrer vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe, der im vergangenen Jahr bereits einen bemerkenswerten dritten Platz bei der Tour de France erreichte, musste sich über die herausfordernde Distanz von 176,2 Kilometern rund um Eibar lediglich dem französischen Ausnahmetalents Paul Seixas geschlagen geben. Die Strecke forderte mit fast 4000 Höhenmetern und acht gewerteten Anstiegen alles von den Athleten ab.

Zielsprint entscheidet über Sieg und Niederlage

In einem langen und intensiven Zweikampf setzte sich der erst 19-jährige Paul Seixas erst im finalen Zielsprint durch und feierte damit bereits seinen dritten Sieg im fünften Rennen dieser Saison. Diese beeindruckende Leistung unterstreicht seinen Status als eines der größten Nachwuchstalente im internationalen Radsport. Für Florian Lipowitz bedeutete die knappe Niederlage zwar eine Enttäuschung, doch seine starke Vorstellung wurde mit einem Aufstieg in der Gesamtwertung belohnt: Er überholte seinen Teamkollegen Primoz Roglic und positioniert sich nun auf dem zweiten Rang.

Seixas geht mit einem komfortablen Vorsprung von 2:30 Minuten auf Lipowitz in das abschließende Finale am Samstag. Der slowenische Star Primoz Roglic belegt im Gesamtklassement aktuell den dritten Platz mit einem Rückstand von 3:40 Minuten, knapp vor dem spanischen Hoffnungsträger Ion Izagirre von Cofidis, der 3:50 Minuten zurückliegt.

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Lipowitz kämpft bis zur letzten Sekunde

Bei der womöglich letzten Gelegenheit auf den Gesamtsieg zeigte Florian Lipowitz vollen Einsatz und kämpfte bis zur letzten Pedalumdrehung. Erstmals griff der 25-Jährige bereits 70 Kilometer vor dem Ziel am anspruchsvollen Krabelin an, einem von drei Anstiegen der ersten Kategorie. Doch der junge Franzose Paul Seixas konnte jeder Attacke standhalten und folgte unerbittlich. Am letzten steilen Anstieg, nur 30 Kilometer vor dem Ziel, lösten sich die Top vier der Gesamtwertung vom bereits stark ausgedünnten Hauptfeld.

Lipowitz versuchte es in dieser entscheidenden Phase noch einmal mit einem kraftvollen Antritt, doch Seixas blieb bis zum Schluss dran und setzte schließlich die entscheidende Attacke aus dem Windschatten heraus. Diese taktische Meisterleistung sicherte ihm den Etappensieg und festigte seine Führung in der Gesamtwertung.

Anspruchsvolles Finale am Samstag erwartet

Die Schlussetappe am Samstag präsentiert sich mit 135,4 Kilometern zwar vergleichsweise kurz, bietet mit fast 3000 Höhenmetern aber nochmals ein äußerst anspruchsvolles Profil. Zwischen dem Start in Goizper-Antzuola und dem Ziel in Bergara liegen sechs gewertete Anstiege, die den Fahrern alles abverlangen werden. Allerdings sind diese Passagen nicht mehr so extrem schwer wie die Kletterpartien am Freitag, was den Sprint- und Angriffsspezialisten noch Chancen eröffnen könnte.

Für Florian Lipowitz bleibt das Ziel klar: Er will seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung verteidigen und vielleicht sogar noch eine letzte Attacke auf den führenden Paul Seixas starten. Die Baskenland-Rundfahrt hat sich einmal mehr als eines der spannendsten und unberechenbarsten Etappenrennen des Radsportkalenders erwiesen.

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