Florian Lipowitz erklimmt Podestplatz bei Katalonien-Rundfahrt
Der deutsche Radsportler Florian Lipowitz hat bei der prestigeträchtigen Katalonien-Rundfahrt einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Auf der anspruchsvollen vorletzten Etappe mit Bergankunft in Queralt sicherte sich der Ulmer Profi einen respektablen dritten Platz und geht damit als Podestkandidat in die entscheidende Schlussetappe am Sonntag.
Starke Leistung hinter den Favoriten
Lipowitz, der für das Team Red Bull-Bora-hansgrohe antritt, musste sich auf der sechsten Etappe lediglich dem dominierenden Gesamtführenden Jonas Vingegaard und dem französischen Fahrer Lenny Martinez geschlagen geben. Der zweifache Tour-de-France-Sieger Vingegaard setzte sich nach 158,2 Kilometern mit zehn Sekunden Vorsprung auf Martinez durch, der im Sprint um den zweiten Platz knapp vor dem deutschen Hoffnungsträger lag.
In der Gesamtwertung führt Vingegaard nun mit 1:22 Minuten vor Martinez, während Lipowitz weitere acht Sekunden zurückliegt. Der Abstand des Ulmers zum viertplatzierten Franzosen Valentin Paret-Peintre beträgt dabei komfortable 13 Sekunden. Bemerkenswert ist, dass in der langen Geschichte der Volta a Catalunya noch kein deutscher Fahrer unter die Top drei gelangt ist.
Teamkollege Evenepoel als wichtiger Helfer
Ein entscheidender Faktor für Lipowitz' Erfolg war die Unterstützung durch seinen Teamkollegen Remco Evenepoel. Der belgische Starzugang stellte sich am Samstag vollständig in den Dienst des deutschen Fahrers und übernahm auf dem Weg zum finalen Schlussanstieg die Tempomache. Durch diese taktische Meisterleistung gelang es, den bis dahin in der Gesamtwertung zweitplatzierten Österreicher Felix Gall abzuhängen.
Evenepoel ließ sich erst 2,5 Kilometer vor dem Ziel zurückfallen, nachdem er seine Arbeit für Lipowitz erledigt hatte. Diese Teamleistung unterstreicht die starke Aufstellung des Red Bull-Bora-hansgrohe Teams bei dieser Rundfahrt.
Ausblick auf das Finale in Barcelona
Die 105. Auflage der erstmals 1911 ausgetragenen Katalonien-Rundfahrt findet ihren Abschluss am Sonntag mit einer anspruchsvollen Etappe in Barcelona. Die Fahrer müssen dabei sieben Mal den berühmten Montjuic erklimmen, der auch bei der kommenden Tour de France im Juli auf dem Programm stehen wird.
Für Florian Lipowitz bedeutet dies die Chance, seinen dritten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen oder sogar noch zu verbessern. Der deutsche Radsportfan kann gespannt sein, ob der Ulmer Profi diesen historischen Erfolg für Deutschland perfekt machen kann.
Verletzungspech für Pidcock
Nicht mehr im Rennen war am Samstag der britische Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock. Der erst eine Woche zuvor noch Zweite bei Mailand-Sanremo platzierte Fahrer hatte sich am Freitag bei einem schweren Sturz Knochen- und Bänderverletzungen zugezogen. Pidcock war in einer Abfahrt von der Straße abgekommen und in einen Abgrund gestürzt. Die genaue Diagnose seiner Verletzungen soll in den kommenden Tagen erfolgen.
Die Katalonien-Rundfahrt bleibt damit bis zum Schluss spannend, mit Florian Lipowitz als deutscher Hoffnungsträger auf dem Weg zu einem historischen Ergebnis.



