Wüst sieht klares Olympia-Ja in NRW: Bürgerentscheide zeigen starke Zustimmung
Wüst: Klare Mehrheit für Olympia-Bewerbung in NRW

Bürgerentscheide in NRW: Wüst sieht deutliches Olympia-Ja

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt sich begeistert über die ersten Ergebnisse der Bürgerentscheide zur Olympia-Bewerbung. Noch bevor alle Stimmen ausgezählt sind, spricht der CDU-Politiker von einem "richtig starken Votum" für Olympische und Paralympische Spiele in seinem Bundesland. Im WDR betonte Wüst: "Ein ganz, ganz klares Ja von den Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Es hat sich ausgezahlt, den Menschen zu vertrauen."

Hohe Wahlbeteiligung und erste Ergebnisse

Nach Angaben des Ministerpräsidenten haben sich rund 1,4 Millionen Menschen an den Ratsbürgerentscheiden beteiligt. Die geschätzte Wahlbeteiligung liegt vorläufig bei etwa 32 Prozent in der gesamten Region. In Köln, das als "Leading City" fungiert, erreichte die Beteiligung sogar 40,5 Prozent. "Die Wahlbeteiligung ist so überragend, da wird noch an der einen oder anderen Stelle gezählt", kommentierte Wüst die laufenden Auszählungen.

Bis zum Abend hatten bereits 13 von 17 Städten mehrheitlich mit Ja gestimmt. Besonders deutlich fiel das Ergebnis in Herten aus, wo sich über 70 Prozent der Abstimmenden für eine Bewerbung aussprachen. Allerdings verfehlte die Stadt das erforderliche Quorum, da nur 12,55 Prozent der Abstimmungsberechtigten zustimmten - notwendig gewesen wären 15 Prozent. Damit scheidet Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, aus der NRW-Bewerbung aus.

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Vier starke Bewerbungen im nationalen Vergleich

Neben Nordrhein-Westfalen bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um die Ausrichtung Olympischer Spiele. Münchens Projekt hatte bereits im Herbst des Vorjahres eine überraschend deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit von 66,4 Prozent bei einem Bürgerentscheid erzielt. Wüst betonte jedoch den besonderen Charakter der NRW-Bewerbung: "München, Berlin und Hamburg sind auch gut, das ist überhaupt keine Frage. Es ist gut, dass wir vier starke Bewerbungen haben. Aber unsere ist eben stärker."

Der Ministerpräsident hob hervor, dass die NRW-Bewerbung durch ihre breite Basis besticht: "Niemand hat so viele Städte und so viele Menschen gefragt. Das zeigt sich eben auch in dieser starken Zustimmung heute." Die Bewerbung zielt auf die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ab.

Ausstehende Ergebnisse und weiterer Prozess

Noch offen sind die Ergebnisse aus Köln, Aachen und Bochum, deren Auszählungen den Abend über andauern. Wüst zeigte sich optimistisch, dass diese Städte das positive Gesamtbild bestätigen werden. "Die einzelnen Ergebnisse machen uns den ganzen Abend Freude", sagte der Ministerpräsident mit Blick auf die laufenden Auszählungen.

Die Bürgerentscheide markieren einen wichtigen Schritt im Bewerbungsprozess Nordrhein-Westfalens. Die hohe Beteiligung und die bisherigen Ja-Stimmen geben der Bewerbung Rückenwind, auch wenn mit Herten bereits eine Stadt aus dem Konzept fällt. Die endgültige Entscheidung über die deutsche Bewerbung für Olympische Spiele wird in den kommenden Monaten auf nationaler Ebene fallen, wobei die Ergebnisse der Bürgerbefragungen in allen vier Bewerberregionen eine zentrale Rolle spielen werden.

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