Nick Woltemade, Stürmer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat die Kritik an seinen Leistungen in der abgelaufenen Saison bei Newcastle United als unfair bezeichnet. Der 24-Jährige äußerte sich in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ zu den schwierigen Monaten in England und seiner aktuellen Situation im Nationalteam.
Woltemade überrascht von Kritik
„Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht“, sagte Woltemade. Nach einem vielversprechenden Start mit vier Toren in den ersten fünf Saisonspielen für Newcastle erzielte er in diesem Jahr nur noch einen weiteren Treffer in der Premier League. Diese Entwicklung führte zu Fragen nach seiner Torflaute, die der frühere Stuttgarter jedoch als „falsch“ und „nicht ganz fair“ empfindet. „Bei Newcastle war es so, dass ich auf anderen Positionen ausgeholfen habe, sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden“, erklärte er.
Mentaltrainer als Stütze
Um mit der Situation umzugehen, arbeitet Woltemade mit einem Mentaltrainer zusammen, den er aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg kennt. „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen miteinander, manchmal besucht er mich“, berichtete der Angreifer. Diese Unterstützung hilft ihm, die schwierige Phase zu verarbeiten.
Rolle in der Nationalmannschaft
Trotz seiner Reservistenrolle in der DFB-Elf fühlt sich Woltemade im Nationalteam wohl. „Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied“, sagte er. In den beiden WM-Vorbereitungsspielen wurde er gegen Finnland (4:0) eingewechselt, gegen die USA (2:1) kam er nicht zum Einsatz. Dennoch betont er: „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“
Woltemade blickt nun nach vorne und will bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko neue Kraft für seine zweite Saison in der Premier League tanken. Die Unterstützung aus dem Nationalteam gibt ihm dabei Rückhalt.



