Noch drei Tage bis zum Start der Weltmeisterschaft! Für die Stuttgarter WM-Fahrer standen zuletzt die finalen Tests an. Überraschend: Den besten Eindruck konnte in den Vorbereitungsspielen am Sonntagabend ausgerechnet Bankdrücker Jeremy Arévalo (21) machen.
Arévalo begeistert für Ecuador
Der Stürmer wechselte im Januar von Racing Santander aus der zweiten spanischen Liga an den Neckar und kam auf nur 32 Minuten Einsatzzeit bei den Profis. Trotzdem darf der Ecuadorianer mit zur WM – und empfahl sich im Spiel gegen Guatemala (3:0) für eine wichtige Kaderrolle während des Turniers.
Beim deutlichen Sieg der „La Tri“ stand Arévalo im vierten Länderspiel erstmals in der Startelf. Zwar war er an keinem Tor beteiligt, zeigte trotzdem die wohl auffälligste Leistung aller Offensivspieler. Nationaltrainer Sebastián Beccacece (45) lobte Arévalo: „Er ist ein junger Mann, der leider nicht die Spielzeit bekommen hat, die ich ihm gerne gegeben hätte. Er strengt sich sehr an, wieder in Form zu kommen, und ich habe ihn heute sehr gut spielen sehen. Dazu habe ich ihm gratuliert. Er kann uns genau diesen Stürmertyp geben, der sich zurückfallen lässt, den Ball behauptet, in den Strafraum eindringt und einen guten Abschluss hat.“ Beccacece weiter über die fehlende Spielpraxis des Stürmers: „Er trainiert auch extra, inklusive Doppel- und Dreifacheinheiten, um wieder in Form zu kommen. Es ist wichtig, dass er sich deren Bedeutung bewusst ist.“
Profi-Duo testet & Jugend-Duo nominiert
Neben Arévalo war am Sonntag auch Dribbelkünstler Bilal El Khannouss (22) im Einsatz. Der Nationalspieler Marokkos wurde gegen Norwegen (1:1) in der 64. Minute eingewechselt. Schon am Samstag spielte Ermedin Demirovic (28) bei Bosniens 1:1 gegen Panama. Große Ehre für den VfB-Stürmer: Demirovic führte Bosnien als Kapitän auf den Platz.
Die Profis freuen sich auf die WM, zwei Talente dürfen zur EM. Torhüter Florian Hellstern (18) und Sechser Mirza Catovic (19) wurden am Montag für den DFB-Kader der U19-EM in Wales nominiert.



