Die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA wird für Joe Scally (23) und Giovanni Reyna (23) von Borussia Mönchengladbach zur entscheidenden Bühne. Beide Spieler hoffen, sich mit guten Leistungen für einen Wechsel zu empfehlen. Während Scally von der Premier League träumt, ist die Beziehung zwischen Reyna und Gladbach von Missverständnissen geprägt – ein Abschied nach nur einem Jahr wäre möglich.
Scally: Stammplatz als Schlüssel für den Wechsel
Joe Scally, seit vier Jahren Stammspieler auf der rechten Abwehrseite, hat in jeder Saison über 30 Einsätze absolviert. Dennoch stagniert seine Entwicklung seit zwei Spielzeiten. Ein Wechsel würde sowohl dem Spieler als auch dem Verein helfen. Gladbach fordert eine Ablösesumme zwischen acht und zehn Millionen Euro. Um sich für Top-Klubs zu empfehlen, braucht Scally jedoch einen Stammplatz im US-Nationalteam.
Reyna: Ungewisse Zukunft in Gladbach
Giovanni Reyna steht vor ähnlichen Herausforderungen. Der offensive Mittelfeldspieler ist bis 2028 an Gladbach gebunden, doch die Zweifel an seiner körperlichen Belastbarkeit wachsen. In der vergangenen Saison kam er auf 25 Einsätze, stand aber nur viermal in der Startelf und spielte nie über 90 Minuten. Trainer Eugen Polanski lobt zwar Reynas fußballerische Klasse, bezweifelt jedoch, dass er diese in Gladbach noch einmal zeigen wird.
Letzter Test gegen Deutschland
Für beide Borussen wird der letzte Test am Samstagabend (20.30 Uhr, RTL) in Chicago gegen Deutschland entscheidend sein. US-Trainer Mauricio Pochettino hat beide noch nicht als Stammspieler etabliert. Reyna stand zuletzt beim 3:2-Sieg gegen Senegal in der Startelf, wurde aber zur Pause ausgewechselt. Scally kam erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz.
Vertragssituation und Perspektiven
Scallys Vertrag in Gladbach läuft nur noch bis 2027. In diesem Sommer wäre die letzte Chance für den Verein, eine hohe Ablöse zu erzielen. Reyna hingegen ist noch länger gebunden, doch die anhaltenden Verletzungssorgen und die mangelnde Spielzeit lassen einen Verbleib unwahrscheinlich erscheinen. Sportdirektor Rouven Schröder schließt nichts aus: „Das Transferfenster ist sehr lange geöffnet, ausschließen kann man überhaupt nichts.“



