Selbst in den Vereinigten Staaten wird sein Name plötzlich lautstark gerufen – und Leon Goretzka bleibt völlig unbeeindruckt. Ob im Stadion, beim Aufwärmen oder auf dem Weg zum Hotel: Seit etwa eineinhalb Jahren beginnt es, sobald er gesichtet wird. Fans rufen seinen Namen laut und eindringlich. Mobiltelefone werden nach oben gereckt, alles wird gefilmt und sofort ins Internet gestellt. Goreeeeeetzkaaa ist ein regelrechter Hype im World Wide Web.
Der Hype verfolgt Goretzka bis nach Winston-Salem
Die Szenen wiederholen sich stets auf ähnliche Weise. So auch beim ersten Training der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem am Montag auf dem Gelände der Wake-Forest-Universität. Um 18.13 Uhr, kurz nachdem die Mannschaft den Platz betreten hatte, erschallten erneut die Goretzka-Rufe. Der Mittelfeldspieler stand beim Aufwärmspielchen im Kreisel an der Stange, blickte starr nach vorne mit ernster Miene und zuckte nicht einmal mit der Wimper. Fünf Minuten später das gleiche Bild. Um 18.18 Uhr erneut. Goretzka zog die Hose mit strengem Blick hoch.
Goretzka vom Trend genervt
Der Sportinformationsdienst BILD weiß: Goretzka ist von dem Trend genervt, der durch ein virales Video ausgelöst wurde. Nun verfolgt ihn der Trend nicht nur in München, wo bereits Trainer Vincent Kompany (40) und seine Mitspieler die ständigen Rufe als störend empfinden, sondern auch beim DFB-Team, rund 7.250 Kilometer von der bayerischen Landeshauptstadt entfernt.
Die ständigen Rufe und die unablässige Aufmerksamkeit scheinen den 31-Jährigen zunehmend zu belasten. Dabei steht Goretzka vor seiner dritten Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft. Der Hype um seine Person scheint jedoch eine unerwünschte Begleiterscheinung zu sein, die ihm die Konzentration auf das Wesentliche erschwert.
Es bleibt abzuwarten, ob der Trend nachlässt oder ob Goretzka Wege findet, damit umzugehen. Fest steht, dass der Hype mittlerweile internationale Ausmaße angenommen hat und den Spieler selbst in den USA nicht in Ruhe lässt.



