DFB-Elf ohne Neuer in WM-Generalprobe gegen USA: „Wie ein WM-Spiel“
DFB ohne Neuer in Generalprobe gegen USA: „Wie WM-Spiel“

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft absolviert ihre Generalprobe für die bevorstehende Weltmeisterschaft unter besonderen Vorzeichen. Im Soldier Field in Chicago treffen die DFB-Stars auf den WM-Gastgeber USA. Dabei müssen sie weiterhin auf Manuel Neuer verzichten. Der Rekordtorwart fehlte beim Abschlusstraining, da seine Wadenblessur noch nicht auskuriert ist. Stattdessen wird erneut Oliver Baumann das Tor hüten. Bundestrainer Julian Nagelsmann hofft, dass Neuer zum WM-Auftakt gegen Curaçao am 14. Juni in Houston einsatzbereit sein wird.

Emotionale Generalprobe mit Turniercharakter

Nagelsmann betonte, dass es in diesem Test weniger um taktische Feinheiten gehe, sondern vielmehr darum, die Emotionalität des Turniers aufzusaugen. „Da haben wir keine klare taktische Idee, die super einen der Gruppengegner widerspiegelt. Es geht einfach darum, die Emotionalität aufzusaugen und auch bei dem Turnier dann quasi anzukommen“, erklärte der Bundestrainer. Mit einem neunten Sieg in Serie könnte Nagelsmann zudem eine persönliche Bestmarke setzen und den 600. Erfolg in der DFB-Geschichte einfahren.

Havertz: „Wie ein WM-Spiel“

Kai Havertz, der nach einer starken Saison beim FC Arsenal in der Offensive gesetzt ist, zog einen direkten Vergleich zu einem WM-Spiel. Die frühe Anstoßzeit und die aufgeheizte Atmosphäre mit über 60.000 Heimfans machten die Partie zu etwas Besonderem. „Und deswegen gehen wir das Spiel an wie ein WM-Spiel und wollen natürlich auch wieder Selbstvertrauen sammeln“, sagte der 26-Jährige. Kapitän Joshua Kimmich ergänzte: „Natürlich wissen wir, dass es noch Luft nach oben gibt, dass wir uns noch verbessern müssen, weil die Gegner besser werden. Das Spiel gegen die USA wollen wir noch positiv bestreiten - und dann sind wir bereit.“

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Personalentscheidungen: Jugend versus Erfahrung

Neben der Frage um Neuer beschäftigt Nagelsmann auch die Aufstellung in anderen Mannschaftsteilen. Haben sich die jungen Spieler Lennart Karl (18) auf der rechten Seite und Nathaniel Brown (22) hinten links einen Stammplatz erspielt? Brown, der mit einem Transfer zum FC Bayern in Verbindung gebracht wird, sagte: „Wir Jungen sollen das allgemein hier ein bisschen reinbringen, einfach Unbekümmertheit, dass wir keinen Druck spüren und einfach frei aufspielen sollen. Ja, es läuft bis jetzt sehr, sehr gut. Und da wollen wir weitermachen.“ Auch im Mittelfeld muss Nagelsmann entscheiden, ob Felix Nmecha (25) und Aleksandar Pavlovic (22) den Vorzug vor Leon Goretzka (31) erhalten.

Teamspirit als Schlüssel zum Erfolg

Verteidiger Jonathan Tah relativierte die Personaldiskussionen: „Ich glaube nicht, dass am Ende die Namen zählen, wenn es darum geht, ein Turnier zu gewinnen. Sondern vielmehr geht es um den Zusammenhalt, den Spirit in der Mannschaft. Und deswegen ist für uns alles möglich.“ Nagelsmann kann sich glücklich schätzen, dass bis auf Neuer alle Spieler fit sind. Selbst die nach dem 4:0 gegen Finnland lädierten „Arschbacken“ von Deniz Undav sind kein Thema mehr.

Gastgeber USA als harter Prüfstein

Havertz warnte vor der Stärke der US-Amerikaner, die als Gastgeber unter besonderem Druck stehen. „Amerika sei eine Top-Mannschaft“, so der Offensivspieler. Die Partie im ausverkauften Soldier Field wird für die DFB-Elf ein echter Härtetest, bei dem es auch ohne Neuer darum geht, Selbstvertrauen zu tanken und sich für das Turnier einzuspielen.

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