George Russell dominiert letztes Training vor dem Qualifying in Melbourne
Vor dem entscheidenden Qualifying zum Großen Preis von Australien hat Mercedes beim Saisonauftakt der Formel 1 ein beeindruckendes Tempo vorgelegt. George Russell fuhr im Abschlusstraining am Samstag die mit Abstand schnellste Runde und distanzierte damit die gesamte Konkurrenz deutlich. Mit einer Zeit von 1:19,053 Minuten lag der Mercedes-Pilot ganze sechs Zehntelsekunden vor Lewis Hamilton im Ferrari, der sich den zweiten Platz sicherte.
Mercedes als klarer Favorit trotz Rückschlag
Die Silberpfeile schwingen sich mit dieser überzeugenden Leistung bei der Generalprobe zum Top-Favoriten für das Rennwochenende auf. Allerdings geht das Team mit gemischten Gefühlen ins Qualifying, das um 6:00 Uhr deutscher Zeit beginnt. Kurz vor Ende der Session erlitt Kimi Antonelli, Russells Teamkollege, einen schweren Unfall. Der Italiener konnte seinen völlig zerstörten Wagen zwar selbständig verlassen, doch die notwendigen Reparaturarbeiten werden nun zum Wettlauf gegen die Zeit.
Die Kräfteverhältnisse waren vor dem ersten Rennen mit den komplett neuen Antriebseinheiten, bei denen die Hälfte der Leistung aus dem Elektromotor kommt, noch völlig unklar. Mercedes hat nun jedoch eindeutig das Tempo vorgegeben.
Konkurrenz mit gemischten Ergebnissen
Hinter Russell und Hamilton komplettierte Charles Leclerc im zweiten Ferrari das Podest der Schnellsten. Der Monegasse wurde Dritter und zeigte damit, dass Ferrari durchaus konkurrenzfähig ist. Lokalmatador Oscar Piastri begeisterte vor seinen Heimfans mit dem vierten Platz, während sein McLaren-Teamkollege Lando Norris weiterhin mit Temposchwierigkeiten kämpfte. Der Engländer landete nur auf Rang acht.
Max Verstappen, der Red-Bull-Pilot, konnte sich mit Platz sechs ebenfalls nicht in den Spitzenrängen platzieren. Das neue Werksteam Audi darf sich vor dem ersten Qualifying seiner Formel-1-Geschichte leise Hoffnungen auf die Top 10 machen. Gabriel Bortoleto wurde Neunter, während Nico Hülkenberg auf dem 14. Platz landete.
Aston Martin mit langsamer Besserung
Bei Aston Martin ging es nach äußerst schwierigen ersten Trainingstagen und massiven Motorenproblemen nur langsam bergauf. Fernando Alonso wurde zwar nur 18., lag aber mit dreieinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze deutlich näher dran als noch am Vortag. Lance Stroll konnte dagegen überhaupt nicht starten – diesmal gebremst durch ein Problem mit dem Verbrennungsmotor.
Das Abschlusstraining hat somit klare Hierarchien geschaffen und spannende Ausgangsbedingungen für das Qualifying zum Großen Preis von Australien geschaffen. Alle Augen werden nun auf Mercedes gerichtet sein, das sowohl mit seiner Geschwindigkeit als auch mit den Reparaturarbeiten am Wagen von Antonelli zu kämpfen hat.



