Heimspiel-Albtraum für Piastri: Crash noch vor Rennstart
Sein Rennen war beendet, bevor es überhaupt begonnen hatte. Oscar Piastri (24) erlebte beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne einen wahren Albtraum. Der WM-Dritte der Vorsaison verpasste ausgerechnet den Grand Prix in seiner australischen Heimatstadt nach einem spektakulären Unfall in den Einfahrrunden.
Spektakulärer Dreher in Kurve vier
Piastri war mit seinem McLaren aus der Boxengasse gefahren, um sich für das Rennen einzufahren. Doch am Ausgang von Kurve vier verlor der Australier plötzlich die Kontrolle über seinen Boliden. Ohne übermäßig aggressiv über den Randstein zu fahren, brach das Heck aus, der Wagen drehte sich um die eigene Achse und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein.
Sofort war klar: Das Rennen war für Piastri beendet. Sowohl die Vorderradaufhängung als auch der Frontflügel waren komplett zerstört. Ein Totalschaden, der jede Hoffnung auf eine Teilnahme zunichtemachte.
Enttäuschung für Piloten und Fans
Piastri stieg sichtlich geknickt aus seinem Wagen aus. Der Papaya-Pilot, der eigentlich von Position fünf ins Rennen gestartet wäre, hatte sich große Ziele gesetzt. Er wollte der erste Australier werden, der in Down Under ein Podium erreicht. Stattdessen endete sein Heimrennen bereits vor dem Start.
Die Enttäuschung war auch bei den tausenden Piastri-Fans entlang der Strecke deutlich spürbar. Noch bei der Fahrerparade hatte der Lokalmatador seinen Landsleuten zugewinkt - wenige Stunden später war die Welt für den McLaren-Piloten zusammengebrochen.
Fahrfehler oder technisches Problem?
Besonders bitter: Der Unfall scheint durch einen simplen Fahrfehler verursacht worden zu sein. Als Teamkollege Lando Norris (26) an der Unfallstelle vorbeifuhr, erkundigte er sich per Funk nach den Ursachen. Die Box antwortete: „Er hat das Auto am Ausgang von Kurve vier verloren, als er gerade geschaltet hat.“
Doch Norris verteidigte seinen Teamkollegen später bei Sky: „Mit der neuen Getriebe-Generation ist das Schalten Mist. Das ist nicht sein Fehler.“ Eine Aussage, die in der Formel-1-Community sicherlich für Diskussionen sorgen wird.
Verstappen mit ähnlichen Problemen
Interessanterweise war Piastri nicht der einzige Top-Pilot, der am ersten Rennwochenende der neuen Saison mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Max Verstappen (28) flog beim Qualifying am Ende der Start-Ziel-Geraden unerwartet von der Strecke. Der Red-Bull-Pilot startete daher nur von Position 20 ins Rennen.
Allerdings handelte es sich bei Verstappens Problem nicht um einen Fahrfehler, sondern um einen technischen Defekt: Das Auto setzte auf und verlor dadurch den entscheidenden Anpressdruck. Im Gegensatz zu Piastri konnte der viermalige Weltmeister jedoch am Rennen teilnehmen.
Der Saisonauftakt in Melbourne bleibt damit in Erinnerung als ein Wochenende der Überraschungen und Enttäuschungen - besonders für den lokalen Hoffnungsträger Oscar Piastri, dessen Heimrennen bereits vor dem eigentlichen Start ein jähes Ende fand.



