Opel startet in der Formel E: Norisring in Nürnberg als möglicher neuer Rennort ab 2027
Opel in Formel E: Norisring als neuer Rennort ab 2027?

Opel betritt die Formel E: Ein neues Kapitel für die Elektromobilität

Der Automobilhersteller Opel hat am Rande des Formel-E-Rennwochenendes in Madrid seinen Einstieg in die vollelektrische Rennserie bekannt gegeben. Ab der kommenden Saison wird das Unternehmen aus Rüsselsheim mit einem eigenen Team in der Formel E antreten. Opel-CEO Florian Huettl betonte, dass dieser Schritt einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur elektrischen Zukunft des Unternehmens darstellt. Der Zeitpunkt sei ideal, da mit der Einführung der neuen GEN4-Rennwagen in der nächsten Saison eine technologische Weiterentwicklung bevorsteht.

Formel E plant Rennen auf dem Norisring in Nürnberg

Parallel zu Opels Einstieg beschäftigt sich die Formel E intensiv mit der Erweiterung ihres Rennkalenders für das Jahr 2027. Nach Informationen der AZ ist geplant, ab dieser Saison auch auf dem traditionsreichen Norisring in Nürnberg zu fahren. Formel-E-Chef Jeff Dodds lobte den Stadtkurs als fantastisch und unterstrich damit das Interesse an dieser Strecke. Der Norisring ist seit langem Gastgeber der DTM und zieht regelmäßig große Zuschauermengen an. Die Formel E erwägt, von dieser etablierten Popularität zu profitieren, indem sie ihr Rennen nur eine Woche nach dem DTM-Lauf terminiert, möglicherweise am Wochenende des 26. und 27. Juni 2027.

Strategischer Wandel: Von Weltstädten zu etablierten Rennstrecken

Bisher legte die Formel E großen Wert auf Auftritte in globalen Metropolen wie Shanghai, London oder Tokio. Doch nun denken die Verantwortlichen um und planen, ab 2027 verstärkt auf spektakulären und etablierten Rennstrecken zu fahren. Ziel ist es, die Formel E als technologische Speerspitze der E-Mobilität noch leistungsstärker zu präsentieren. Neben dem Norisring wird auch über einen Einsatz in Zandvoort nachgedacht, das ab 2027 seinen Status als Formel-1-Rennstrecke verliert.

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Unsicherheit über die Zukunft des Berliner Rennens

Die mögliche Aufnahme des Norisrings in den Kalender wirft Fragen zur Zukunft des Berliner Rennens auf dem Tempelhofer Feld auf. Berlin ist seit dem Start der Rennserie im Jahr 2014 die einzige konstante Gastgeberstadt weltweit und bietet mit dem historischen Flughafengelände einen einzigartigen Charme. Allerdings hat die Formel E noch keinen endgültigen Beschluss gefasst. Der Vertrag für Tempelhof läuft bis 2027, und bei einem bevorstehenden Rennen am 2. und 3. Mai sollen Gespräche über die weitere Zusammenarbeit geführt werden. Es bleibt offen, ob Berlin weiterhin Teil des Kalenders bleibt oder ob der Norisring ihn ersetzt oder ergänzt.

Opel als Neuling in der Formel E zeigt sich begeistert von der Möglichkeit, sich auf dem Norisring zu präsentieren. Die Entscheidung über den Rennkalender 2027 könnte bereits im Mai getroffen werden, was dem Opel-Team Klarheit darüber geben würde, ob für die Anreise zu einem möglichen deutschen Lauf ein Ladestopp notwendig ist. Mit einer Entfernung von etwa 260 Kilometern zwischen dem Opel-Werk in Rüsselsheim und dem Norisring wäre dies für die meisten E-Autos problemlos ohne Zwischenstopp möglich, im Gegensatz zur über 500 Kilometer langen Strecke nach Berlin.

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