Der Große Preis von Monaco 2026 wird als eines der chaotischsten Rennen der Formel-1-Geschichte in Erinnerung bleiben. Was als erhofftes Duell zwischen dem WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (19) und dem Titelverteidiger Max Verstappen (28) begann, endete in einem Desaster für den Niederländer und einem historischen Triumph für den Mercedes-Piloten. Antonelli feierte seinen fünften Sieg in Serie und wurde mit 19 Jahren zum jüngsten Monaco-Sieger aller Zeiten.
Doch von Spannung an der Spitze war nichts zu spüren. Verstappen war praktisch aus dem Rennen, bevor es richtig begonnen hatte. Schon wenige Meter nach dem Erlöschen der Ampeln verlor sein Red Bull plötzlich an Leistung. Der Niederländer kam zwar von der Startlinie weg, kroch aber nur noch im Schneckentempo über die Strecke, während die Konkurrenz links und rechts vorbeizog. Ein Albtraum für den Weltmeister.
Am Funk machte Verstappen seinem Frust Luft. Die Box reagierte sofort: „Bring es nach Hause.“ Er schleppte den Boliden zurück an die Box, stieg aus und machte Feierabend. Kurz darauf erklärte er bei Sky: „Am Start hatte ich schon ein schlechtes Gefühl. Der Motor fühlte sich komisch an. Nach ein paar Metern gab es viel Lärm, irgendwas war los.“ Statt weiterzufahren, zog es ihn nach Hause: „Ich habe es nur 500 Meter bis nach Hause. Ich gehe jetzt heim.“ Von dort aus verfolgte er die restlichen 59 Runden eines klassischen Monaco-Rennens – schöne Bilder, aber wenig Action.
Unfälle und Asphalt-Probleme
Während die Zuschauer sich bereits auf die Champagner-Party freuten, crashte Lance Stroll in Runde 60. Das Safety-Car musste raus und die Überrundungsphase zog sich in die Länge. Beim Neustart blieb Antonelli cool und behauptete die Führung vor Lewis Hamilton. Doch dessen Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc schlug seinen Wagen an genau derselben Stelle in die Mauer wie Stroll. Erneut Safety-Car. Es kam noch schlimmer: Die Rote Flagge wurde geschwenkt, weil sich der Asphalt auf der Straße gelöst hatte und möglicherweise die Unfälle ausgelöst hatte. In den TV-Bildern war eine längliche Vertiefung in der Fahrbahn zu erkennen, umgeben von Schmutz, Reifenabrieb und losen Asphaltstücken. Die Streckenarbeiter mussten ran, prüften und sicherten die Stelle. Nach 40 Minuten Pause ging es endlich weiter.
Zweiter Start im Stehen
Beim zweiten Start kam Antonelli ordentlich weg, blieb vor Hamilton und fuhr ungefährdet ins Ziel. Während Mercedes den historischen Triumph feierte, herrschte bei Weltmeister-Team McLaren Katerstimmung. Nach einer enttäuschenden Qualifikation mit den Plätzen sieben und acht ging auch im Rennen kaum etwas nach vorne. Zu allem Überfluss musste Weltmeister Lando Norris seinen Dienstwagen in Runde 45 abstellen. Teamkollege Oscar Piastri beendete das Rennen auf Platz vier.
Hülkenberg sammelt erste Audi-Punkte
Endlich Grund zum Jubeln gab es für Nico Hülkenberg. Der Deutsche zeigte im Audi ein taktisch starkes Rennen, gewann beim zweiten Restart wichtige Positionen und fuhr als Neunter über die Ziellinie. Es waren die ersten WM-Punkte für ihn und Audi.
Das Rennergebnis vom Großen Preis von Monaco
- 1. Kimi Antonelli (Mercedes)
- 2. Lewis Hamilton (Ferrari)
- 3. Isack Hadjar (Red Bull)
- 4. Oscar Piastri (McLaren)
- 5. Liam Lawson (Racing Bulls)
- 6. Arvid Lindblad (Racing Bulls)
- 7. Pierre Gasly (Alpine)
- 8. Alexander Albon (Williams)
- 9. Nico Hülkenberg (Audi)
- 10. Esteban Ocon (Haas)
- 11. Sergio Perez (Cadillac)
- 12. Fernando Alonso (Aston Martin)
- 13. Gabriel Bortoleto (Audi)
- 14. George Russell (Mercedes)
- 15. Franco Colapinto (Alpine)
- 16. Carlos Sainz (Williams) (DNF)
- 17. Charles Leclerc (Ferrari) (DNF)
- 18. Lance Stroll (Aston Martin) (DNF)
- 19. Lando Norris (McLaren) (DNF)
- 20. Oliver Bearman (Haas) (DNF)
- 21. Valtteri Bottas (Cadillac) (DNF)
- 22. Max Verstappen (Red Bull) (DNF)
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