Formel-1-Testfahrten in Bahrain enden mit vorzeitigem Abbruch für Aston Martin
Die letzten Vorbereitungen vor der neuen Formel-1-Saison sind abgeschlossen. Während die meisten Teams am Bahrain International Circuit ihre Testprogramme bis zum offiziellen Ende durchziehen konnten, musste Aston Martin deutlich früher aufgeben. Das britische Team erlebte sechs Testtage, die alles andere als erfolgreich verliefen.
Honda gibt Batterieproblem als Ursache bekannt
Der japanische Motorenhersteller Honda veröffentlichte am Freitag eine offizielle Mitteilung, die Licht in die Situation brachte. Darin heißt es: „Unser letzter Lauf mit Fernando Alonso hat ein Problem mit der Batterie aufgezeigt, das unseren Testplan mit dem Aston-Martin-Team beeinträchtigt hat.“ Seitdem führen die Ingenieure in Sakura Simulationen durch, um die Ursache zu finden.
Aufgrund dieser technischen Schwierigkeiten und eines Mangels an Ersatzteilen für die Power Unit wurde der Testplan für den letzten Tag massiv eingeschränkt. In der Praxis bedeutete dies: Fernando Alonso kam gar nicht zum Einsatz, während Teamkollege Lance Stroll am Nachmittag lediglich sechs Runden absolvieren konnte.
Vorzeitiges Ende und frustrierte Piloten
Knapp dreieinhalb Stunden vor dem offiziellen Testende fuhr Stroll in die Boxengasse. Kurz darauf begannen die Mechaniker bereits damit, das Auto und die Ersatzteile einzupacken – ein ungewöhnlich früher Zeitpunkt im Vergleich zu den konkurrierenden Teams.
Lance Stroll zeigte sich nach den enttäuschenden Testtagen frustriert: „Ein großer Teil unserer Probleme hat mit dem Honda-Antriebsstrang zu tun. Wir brauchen einfach mehr Leistung.“ Der Kanadier räumte ein, dass nicht alle technischen Schwierigkeiten bis zum Saisonauftakt in Australien gelöst werden können.
Zeitplan unter Druck
Honda gibt an, das Batterieproblem bis zum zweiten Saisonrennen in China am 15. März in den Griff bekommen zu wollen. Das bedeutet jedoch, dass der Saisonstart in Melbourne eine Woche zuvor bereits mit Einschränkungen stattfinden wird. Für Aston Martin beginnt die Saison 2026 damit unter schwierigen Vorzeichen.
Während die Aston-Martin-Garage bereits abgebaut wurde, nutzten andere Teams die verbleibende Zeit intensiv. Ferrari-Pilot Charles Leclerc erzielte die schnellste Rundenzeit der gesamten Testtage, gefolgt von Weltmeister Lando Norris im McLaren und Max Verstappen im Red Bull. Rookie Arvid Lindblad sammelte mit 165 Runden die meisten Kilometer.
Die Testfahrten in Bahrain sollten allen Teams Klarheit über den Stand der Vorbereitungen geben. Für Aston Martin hinterlassen sie jedoch mehr Fragen als Antworten und werfen ein Schlaglicht auf die technischen Herausforderungen, die das Team in der kommenden Saison bewältigen muss.



