Kugelstoß-Olympiasiegerin überrascht mit ungewöhnlichem Geständnis nach Rekord
Die Mannheimer Athletin Yemisi Ogunleye hat bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund nicht nur mit einer neuen Bestweite im Kugelstoß für Aufsehen gesorgt, sondern auch mit einem überraschenden Eingeständnis. Die 27-jährige Olympiasiegerin räumte nach ihrem Sieg mit 20,37 Metern ein: „Ich muss sagen, ich war heute irgendwie nervös wie noch nie zuvor, auch im Wettkampf.“
Zitternde Versuche und mentale Herausforderungen
Ogunleye beschrieb ihre ungewöhnliche Nervosität detailliert: „Ich bin durch die ersten vier Versuche ein bisschen zitternd gegangen, aber ich bin froh, dass ich mich noch einmal zusammenreißen konnte.“ Die Athletin, die normalerweise für ihre mentale Stärke bekannt ist, betonte die Schwierigkeit, in dieser Situation den richtigen Rhythmus zu finden. Erst im entscheidenden Moment gelang es ihr, die nötige Konzentration aufzubringen.
Nachdem ihre ersten Würfe bei 19,13 Metern lagen, steigerte sich Ogunleye im fünften und letzten Versuch um beeindruckende zehn Zentimeter auf ihre neue Bestleistung. Bemerkenswert ist, dass ihr dieser Stoß exakt in derselben Halle – der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund – bereits vor einem Jahr bei den deutschen Hallen-Meisterschaften gelungen war.
Technische Anpassungen und internationale Ambitionen
Die Olympiasiegerin war in Dortmund mit einer leichten Technikumstellung angetreten, die sowohl den Schwungarm als auch die Fußbewegung betraf. „Die Konzentration auf das Neue beschrieb sie als mental sehr fordernd“, berichteten Beobachter. Ogunleye selbst erklärte: „Bei dem Versuch habe ich gesagt, einfach noch mal Vollgas. Ich habe dann auch einen Technik-Tipp bekommen, der – glaube ich – am Ende auch der Schlüssel war.“
Mit ihrer Leistung wollte die Athletin ein klares Signal senden: Anzugreifen sei besonders wichtig mit Blick auf die kommenden internationalen Meisterschaften. Dazu zählen die Hallen-WM in drei Wochen im polnischen Torun, wo Ogunleye nach bereits gewonnenem WM- und EM-Silber unter dem Dach erneut zu den Medaillenanwärterinnen gehört. Als Höhepunkt der Saison gilt die EM im August in Birmingham.
Bewährte Stärke in entscheidenden Momenten
Dass Ogunleye gerade in finalen Wettkampfsituationen ihre beste Leistung abrufen kann, hatte sie bereits bei ihrem Olympia-Coup 2024 in Paris unter Beweis gestellt. Damals sicherte sie sich mit ihrem letzten Versuch die Goldmedaille. Diese besondere Fähigkeit, unter Druck zu performen, macht sie zu einer gefürchteten Konkurrentin auf internationaler Ebene.
Die Konkurrenz wird die Leistung der Deutschen in Dortmund sicherlich registriert haben. Mit ihrer neuen Bestweite und der gelungenen Technikumstellung positioniert sich Ogunleye optimal für die anstehenden Wettkämpfe und zeigt, dass sie trotz unerwarteter Nervosität weiterhin zu Höchstleistungen fähig ist.



