Neubrandenburger Judoka bei Deutschen U18-Meisterschaften ohne Medaillenerfolg
Bei den Deutschen Meisterschaften der Nachwuchs-Judoka in Leipzig ging das Sextett von Asia Sport Neubrandenburg ohne Edelmetall nach Hause. Insgesamt waren knapp 450 Jungen und 250 Mädchen am Start, wobei Nordrhein-Westfalen mit fünf Titeln als erfolgreichster Verband hervorging. Mecklenburg-Vorpommern konnte in 18 Wettkampfklassen lediglich eine Bronzemedaille erringen.
Valerie Stobbe knapp am Edelmetall vorbei
Am dichtesten an einer Medaille war Valerie Stobbe in der Gewichtsklasse bis 40 Kilogramm. Die 14-Jährige verlor ihr Halbfinale äußerst knapp und musste sich im anschließenden Duell um Bronze durch einen Ippon geschlagen geben. Trainer Matthias Helm zeigte sich dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Athletin: „Da hat sie richtig gut angefangen und wurde dann durch eine strittige Entscheidung um mehr gebracht“, analysierte er, nachdem er gegen seine Athletin keinen Ippon gesehen hatte.
Erfahrungen auf hohem Niveau gesammelt
Für alle sechs Neubrandenburger Judoka war es die erste Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, was sich laut Helm in einer gewissen Nervosität bemerkbar machte. „Wir haben gesehen, dass die Trauben auf nationaler Ebene doch sehr hoch hängen. Wichtig ist, dass wir Erfahrungen auf diesem hohen Niveau sammeln konnten und daraus jetzt die nötigen Lehren ziehen“, erklärte der Trainer. Neben Valerie Stobbe zogen sich auch Jane Köppen, Emilia Blank und Johanna Manthey achtbar aus der Affäre, hatten in ihren gut 30 Starter umfassenden Feldern jedoch keine realistische Medaillenchance.
Jungen verpassen Top-Acht-Platzierungen
Bei den Jungen gingen mit Raphael Ruff (bis 46 kg) und Aaron Triemer (+90 kg) zwei Aktive an den Start, die sich jedoch nicht unter den Top acht platzieren konnten. „Es waren Riesen-Teilnehmerfelder. Gerade Raphael hat man angesehen, wie aufgeregt er ist. Schade, denn Athleten, die er vor 14 Tagen bei der Nordostdeutschen Meisterschaft noch geschlagen hat, haben hier eine Medaille geholt“, bedauerte Helm die verpassten Chancen.
Neue Saison mit angepassten Gewichtsklassen
Für das Neubrandenburger Sextett beginnt nach den Titelkämpfen praktisch die neue Saison. Einige Judoka müssen sich umstellen und in neue Gewichtsklassen wechseln. Helm hofft auf einen Motivationsschub: „Ich hoffe, dass sie mit den Erfahrungen von Leipzig Lunte gerochen haben und das nächste Trainingsjahr mit noch mehr Motivation angehen“. Die gesammelten Eindrücke von der nationalen Spitze sollen nun in die weitere Entwicklung der Nachwuchstalente einfließen.



