17. Neubrandenburger Fight Night: Ein Abend voller Emotionen und Titelkämpfe
Die 17. Ausgabe der Neubrandenburger Fight Night entwickelte sich zu einem spektakulären Kampfsport-Event, das die über 2500 Zuschauer im Jahnsportforum von Beginn an in Atem hielt. Unter den zwölf intensiven Kämpfen des Abends ragte besonders der Hauptkampf hervor, der einen neuen Europameister hervorbrachte.
EM-Gürtel für den Lokalmatador
Kurz nach Mitternacht, um 0.47 Uhr am frühen Sonntagmorgen, entschied Enrico Oschlies-Nowak den Höhepunkt der Veranstaltung für sich. Mit einem perfekt platzierten Kniestoß traf der Neubrandenburger seinen Gegner Baker Barakat aus Euskirchen am Kopf und beendete den Kampf vorzeitig. Eine Verletzung am linken Auge des Kontrahenten führte zum Abbruch und machte Oschlies-Nowak nicht nur zum Sieger, sondern auch zum neuen Träger des Europameister-Gürtels im K1 (Masterclass).
„Dies ist bereits der fünfte Titelgürtel in meiner Sammlung“, freute sich der Lokalmatador nach seinem Triumph. Der Kampf gegen Barakat stellte den 18. und letzten Wettkampf des Abends dar und war zugleich der einzige Titelkampf der gesamten Veranstaltung.
Spannende Duelle und emotionale Momente
Neben dem Hauptevent bot die Fight Night weitere Highlights. Max Zimmermann aus Neustrelitz feierte ein erfolgreiches MMA-Debüt und beendete seinen Kampf bereits in der ersten Runde. Sein Teamkollege Alfridi Bashramel vom Gastgeberverein First Fight Team Neubrandenburg musste sich hingegen nach einem intensiven Bodenkampf knapp geschlagen geben.
Bei den Damen sorgte Dana Störmer für einen Punktsieg, während ihr Ehemann und Trainer Danny Schindhelm scherzte: „Ihr seht, ich habe Zuhause nichts zu lachen.“ Auf Gedanken seiner Gattin, sich möglicherweise aus dem Ring zurückzuziehen, erteilte Schindhelm jedoch eine leise Absage: „Wir werden sie bestimmt nochmal kämpfen sehen.“
Anders verlief es für Sarah Arndt, die nach mehrjähriger Wettkampfpause ein erfolgreiches Comeback feierte, aber nun endgültig Schluss machen möchte. „Es war ein emotionaler Abschied“, erklärte die 35-Jährige nach ihrem letzten Kampf.
Zukunftspläne und steigende Popularität
Organisator Stephan Kreienbrink zeigte sich äußerst zufrieden mit der Veranstaltung und kündigte bereits weitere Fight Nights an. „Der Käfig war in diesem Jahr ein großer Pluspunkt und die Zuschauer bekamen auch gute Kämpfe zu sehen“, resümierte Kreienbrink. Der sogenannte Oktogan feierte nach der Jubiläumsveranstaltung 2019 sein Comeback und soll auch zukünftig zum Einsatz kommen.
Bereits am 3. Oktober ist die 18. Ausgabe der Neubrandenburger Fight Night in der Stadthalle geplant – genau dort, wo die Veranstaltung vor einigen Jahren noch stattfand, ehe sie aus baulichen Gründen ins Jahnsportforum umzog. Für das Jahr 2027 ist dann die 19. Edition wieder im Jahnsportforum vorgesehen.
„Wir planen sogar, die Schlagzahl der Veranstaltungen in Neubrandenburg zu erhöhen“, verriet Kreienbrink. Der Kartenverkauf für die nächste Fight Night am 3. Oktober hat bereits begonnen und verspricht erneut ein packendes Kampfsport-Spektakel in der Vier-Tore-Stadt.



