Umstrittene Olympiasiegerin Imane Khelif boxt gegen Deutsche Julia Igel in Paris
Khelif vs. Igel: Box-Duell in Paris nach Olympia-Kontroverse

Umstrittene Olympiasiegerin Imane Khelif boxt gegen Deutsche Julia Igel in Paris

Die algerische Boxerin Imane Khelif, die bei den Olympischen Spielen in Paris die Goldmedaille gewann und weltweit als „männliche Boxerin“ Schlagzeilen machte, kehrt auf die große Bühne zurück. Am 23. April steigt sie in Paris in den Ring, um gegen die Deutsche Julia Igel anzutreten. Für Khelif geht es in diesem Profikampf darum, sich über die Olympia-Kontroverse hinaus einen Namen zu machen und ihre sportliche Karriere weiter voranzutreiben.

Julia Igel: Erfahren, aber kein Härtetest für Khelif

Julia Igel, gebürtig aus Filderstadt und mittlerweile in der Schweiz lebend, hat in ihrer Boxkarriere fünf von sieben Kämpfen gewonnen. Obwohl sie über mehr Erfahrung verfügt, gilt sie für die Algerierin nicht als echter Härtetest. Der Kampf wird dennoch mit Spannung erwartet, da er Khelifs erstes Profiduell nach ihrem umstrittenen Olympiasieg markiert.

Geschlechtstest und Regeln: Die Hintergründe der Kontroverse

Bei der Weltmeisterschaft 2024 wurde Imane Khelif aufgrund eines Geschlechtstests suspendiert. Dabei wurde festgestellt, dass sie sowohl ein X- als auch ein Y-Chromosom besitzt, was normalerweise nur bei Männern vorkommt. Dieses natürliche Phänomen tritt gelegentlich auf. Die WM wurde vom Internationalen Box-Verband IBA ausgerichtet, der vom Internationalen Olympischen Komitee wegen Korruptionsvorwürfen nicht anerkannt ist. Khelif wurde als Frau geboren und ist laut ihrem Pass eine Frau. In Algerien ist eine Geschlechtsänderung verboten, weshalb sie bei den Olympischen Spielen antreten durfte.

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Khelif: „Ich bin keine Transsexuelle“

In einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L'Équipe“ betonte Imane Khelif ihre Position: „Ich bin keine Transsexuelle. Mein Unterschied ist natürlich. Ich bin einfach so, wie mich die Natur geschaffen hat. Ich habe nichts unternommen, um das zu ändern, deshalb habe ich keine Angst. Falls ich mich für die nächsten Spiele einem Test unterziehen muss, werde ich das tun.“ Die Regeln für Olympia haben sich mittlerweile geändert, und für die Spiele 2028 in Los Angeles ist mit World Boxing ein neuer Weltverband zuständig.

Ziel: Olympiasieg 2028 und Profikarriere

Imane Khelif hat klare Ziele vor Augen: Sie strebt einen weiteren Olympiasieg an. „Nur weil ich als Profi kämpfe, verzichte ich nicht auf die Spiele 2028. Ganz und gar nicht. Ich möchte für Algerien bei den Spielen in Los Angeles boxen und die erste Sportlerin in der Geschichte Algeriens werden, die ihren Olympiasieg verteidigen kann“, erklärte sie. Zunächst konzentriert sie sich jedoch voll und ganz auf das Duell mit Julia Igel, das als wichtiger Schritt in ihrer Profilaufbahn gilt.

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