WWE-Legenden Hulk Hogan und Bret Hart: Eine ewige Feindschaft bis über den Tod hinaus
Hulk Hogan vs. Bret Hart: Die ewige Feindschaft der WWE-Legenden

Die ungelöste Fehde zweier WWE-Giganten

Die Wrestling-Welt kennt viele große Rivalitäten, doch die zwischen Hulk Hogan und Bret "The Hitman" Hart war eine der wenigen, die nicht nur im Ring, sondern auch im echten Leben ausgetragen wurde. Die beiden WWE-Legenden bestritten gegeneinander nie ein Match in einem angemessenen Rahmen, was Hart dem "Hulkster" bis ans Lebensende übelnahm. Diese persönliche Abneigung überdauerte sogar Hogans Tod im Juli 2025 und bleibt ein fester Bestandteil der Wrestling-Geschichte.

Die verpasste Chance bei WrestleMania

Auf der einen Seite stand Hulk Hogan, der Mann, der die WWE zu einem globalen Phänomen machte. Auf der anderen Seite befand sich Bret Hart, der als sein natürlicher Nachfolger und größter Publikumsliebling der Liga galt. Aus einem gemeinsamen Segment bei WrestleMania IX am 4. April 1993 hätte eines der größten Duelle der Showkampf-Geschichte werden können. Stattdessen entwickelte sich daraus eine reale Feindschaft, die sich nie auflöste.

Der damals 68-jährige Hart warf dem vier Jahre älteren Hogan vor, nie für ihn getan zu haben, was im Wrestling als guter Ton gilt: Als Topstar, der seinen Zenit überschritten hat, gegen den aufstrebenden Star anzutreten und zu verlieren – das sogenannte "Passing the torch" oder Weiterreichen der Fackel. Im Jahr 1993 schien dieser Moment gekommen, doch Hogan kehrte rechtzeitig vor WrestleMania zurück und erhielt eine letzte Titelregentschaft, während Hart den Hauptkampf unfair verlor.

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Gebrochene Versprechen und verbitterte Vorwürfe

Nach Harts Darstellung versprach Hogan ihm, den Gefallen zu erwidern, doch er hielt sein Wort nie. Obwohl bereits Vorbereitungen für ein Hogan-Hart-Match getroffen worden waren, bestritt Hogan stattdessen nur einen Rückkampf gegen Yokozuna und verließ dann die WWF. Hart folgte ihm vier Jahre später zur WCW, wo es zwar zu einem Aufeinandertreffen kam, aber nicht in dem Rahmen, der dem Gigantenduell gebührt hätte.

Der "Hitman" ließ seine Verbitterung immer wieder durchblicken und bezeichnete Hogan einmal als "doppelgesichtigen, hinterhältigen Steroid-Freak". Seiner Meinung nach hatte Hogan Angst, gegen einen technisch überlegenen Wrestler zu verlieren und dabei vorgeführt zu werden. Zudem hätte Hogans Ego nicht verkraftet, dass sich zu diesem Zeitpunkt ein größerer Teil der Fans hinter Hart statt hinter ihn gestellt hätte.

Gegenseitige Anschuldigungen und hartnäckige Konflikte

Hogan wies die Vorwürfe stets zurück und argumentierte, dass Duelle zwischen Publikumslieblingen damals weniger üblich gewesen seien und Hart eher geschadet hätte. Er behauptete, Hart ein ähnliches Szenario wie bei seinem Match gegen Ultimate Warrior ersparen zu wollen, was Hart jedoch als fadenscheinige Ausrede empfand.

Die gegenseitigen Anschuldigungen hielten über Jahrzehnte an. Noch wenige Monate vor Hogans Tod gab es neuen Wirbel um einen gefälschten Social-Media-Beitrag, der von angeblichen Beleidigungen berichtete. Hart stellte zwar klar, dass der Tweet gefälscht war, drohte aber gleichzeitig, Hogan eine "langen" zu sollten, falls dieser tatsächlich seine afroamerikanische Frau Stephanie beleidigt hätte.

Ein Vermächtnis des Unverständnisses

Fünf Monate später, am 24. Juli 2025, starb Hulk Hogan. Doch selbst danach machte Hart aus seinem unverdauten Ärger keinen Hehl. In einem Interview mit der Masked Man Show würdigte er zwar Hogans riesige Fußstapfen in der Wrestling-Welt, kritisierte aber scharf, dass dieser nie versucht habe, jemanden aus der nachfolgenden Generation auf sein Level zu heben.

"Hulk Hogan hat das nie für jemanden getan. Er hat nie jemanden hochgezogen", erklärte Hart und brachte damit die Essenz ihrer jahrzehntelangen Fehde auf den Punkt. Während Hogan als der Mann in Erinnerung bleibt, der die WWE global bekannt machte, bleibt Hart als der Techniker, der nie die Anerkennung erhielt, die er für verdient hielt. Das böse Blut zwischen den beiden Legenden ist nie versiegt und bleibt ein faszinierendes Kapitel der Wrestling-Geschichte.

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