Klassenerhalt trotz Niederlage: Warnemündes Handballerinnen bleiben in der Regionalliga
Die Frauen des SV Warnemünde können die nächste Saison in der Handball-Regionalliga Ostsee-Spree planen. Das aktuelle Spieljahr wurde trotz einer 23:25 (6:12)-Niederlage beim VfV Spandau auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz acht beendet. Im ungünstigsten Fall kann für vier von zwölf Viertliga-Teams der Gang in die Landesligen erfolgen.
Schützenhilfe von Meister Grün-Weiß Werder
Der Klassenerhalt gelang mit Unterstützung von Meister Grün-Weiß Werder, der am Tag darauf durch ein 29:20 bei der Rang neun einnehmenden HSG Neukölln die Meisterschaft perfekt machte. „Ich hätte es gern ohne die Schützenhilfe von Werder geschafft. Wir waren mit dem Ziel Richtung Berlin gefahren, mindestens einen Punkt zu holen. Eine unerklärlich schwache erste Halbzeit verhinderte das aber“, sagte SVW-Coach Gerald Hein.
Schwache erste Halbzeit verhinderte Punktgewinn
Der Trainer sprach speziell die Phase von der 16. Minute bis zum Pausenpfiff an. Die Damen aus dem Ostseebad hatten nach einem 3:6-Rückstand (13.) drei Minuten später den Anschluss zum 5:6 hergestellt. Nach einer Auszeit von Neukölln stockte der Spielfluss des SVW, und die Hauptstädterinnen zogen auf 11:5 (29.) davon. Die Serie von 14 Minuten ohne Treffer beendete Celin Kellert erst 31 Sekunden vor der Pause.
Lea Kellert bringt Ruck in die Mannschaft
Noch in der 43. Minute lag Warnemünde mit 13:20 im Rückstand – erneute Auszeit. Gerald Hein und Co-Trainer Arne-Henning Reiser packten die Spielerinnen bei der Ehre, forderten alles zu geben und setzten auch die nach Fußverletzung noch nicht 100 Prozent fitte Lea Kellert ein. „Sie übernahm Verantwortung“, lobte Hein die linke Rückraumspielerin. Ein Ruck ging durch die Reihen, und Tor um Tor holte der SVW auf.
Coach Hein zeigt sich zufrieden, aber mit Bedauern
„Wenn wir in der 2. Halbzeit nicht vier, fünf Hundertprozentige liegen lassen, gewinnen wir sogar. Insofern bin ich zwar mit dem Klassenerhalt zufrieden, aber mit einem Erfolg gegen Spandau hätten wir sogar auf Rang sechs landen können“, merkte der Warnemünder Coach an. Die Mannschaft zeigte in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung, die den Klassenerhalt sicherte.
Warnemünde: Knoop, Bladt – Brockhoff, Levigeon, Petersen (3), C. Kellert (7/4), Schulz (1), Meschede, Schreier (1), Godglück, Goldmeyer, Kaden (1), Jodmikat, Prommer (2), L. Kellert (8)



