Meniskusriss bei Julian Köster: VfL Gummersbach verliert Kapitän für Saisonendspurt
Der VfL Gummersbach muss im entscheidenden Saisonfinale der Handball-Bundesliga auf seinen Kapitän und Nationalspieler Julian Köster verzichten. Wie der Verein am Samstagabend mitteilte, laboriert der 26-jährige Rückraumspieler an einem Meniskusriss und wird bereits am Montag operiert.
Operation ohne Rückkehrprognose
Eine konkrete Prognose, wie lange der Leistungsträger ausfallen wird, gab der Traditionsverein aus dem Oberbergischen nicht bekannt. Damit bleibt unklar, ob Köster noch in der laufenden Saison für den VfL auflaufen kann. Für den VfL Gummersbach stehen in der Bundesliga noch sieben Spiele aus, in denen es um den Einzug in den Europapokal geht.
Brillante Leistung vor Verletzung
Erst Anfang April hatte Köster mit acht Toren gegen den Bergischen HC noch brilliert und seine Bedeutung für das Team unterstrichen. Umso überraschender war sein Fehlen im Aufgebot für das Samstagsspiel gegen die HSG Wetzlar. Trotz der Abwesenheit ihres Kapitäns setzten die Gummersbacher ihre beeindruckende Serie fort und gewannen mit 32:24 deutlich. Es war bereits der zehnte Sieg in Folge für das Team von Trainer Guðjón Valur Sigurðsson.
Wechsel zum THW Kiel steht bevor
Besonders bitter für den VfL: Zur kommenden Saison wechselt Julian Köster zum Rekordmeister THW Kiel. Der Kapitän hätte sich bei den Gummersbachern also noch einmal in den entscheidenden Spielen verabschieden können. Nun muss das Team ohne seinen Führungsspieler in die heiße Phase der Saison gehen.
Die Verletzung trifft den VfL Gummersbach zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. In der engen Tabellensituation der Bundesliga könnte jeder Punkt über den Einzug in den Europapokal entscheiden. Ob das Team die Erfolgsserie ohne ihren torgefährlichen Rückraumspieler fortsetzen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.



