SC DHfK Leipzig plant für die 2. Liga: Abstieg droht nach elf Bundesliga-Jahren
Leipzig plant für 2. Liga: Abstieg droht nach elf Jahren

Handball-Krise in Leipzig: Elf Jahre Bundesliga drohen zu enden

Der SC DHfK Leipzig steht vor dem wohl schwersten Spiel der Saison – und möglicherweise vor dem Ende einer Ära. Als Tabellenletzter der Handball-Bundesliga kämpft der sächsische Klub am Sonntag gegen den noch amtierenden Meister Füchse Berlin nicht mehr um den Klassenerhalt, sondern lediglich um Schadensbegrenzung. Denn jedes Tor könnte am Saisonende über den Verbleib in der Liga entscheiden, falls es um das Torverhältnis geht.

Live-Übertragung im Free-TV und kostenlosem Stream

Die entscheidende Partie der Daikin Handball-Bundesliga wird sowohl im kostenlosen Live-Stream auf BILD.de als auch im Free-TV bei WELT TV übertragen. Der Anwurf ist für 15 Uhr angesetzt, während Experten bereits vor Saisonbeginn den Abstiegskampf Leipzigs vorausgesagt hatten – eine Prognose, die in der Messestadt zunächst niemand wahrhaben wollte.

Umstrukturierung nach personellen Konsequenzen

Als die Krise unübersehbar wurde, mussten sowohl Trainer Raul Alonso als auch Sportchef Bastian Roscheck ihren Posten räumen. Alonso wurde durch Frank Carstens ersetzt, während die Position des Sportchefs vorerst unbesetzt blieb. Inzwischen hat die Vereinsführung unter Geschäftsführer Karsten Günther (44) eine klare Strategie entwickelt: Zweigleisige Planung für beide möglichen Szenarien.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

„Alles andere wäre unverantwortlich“, betont Günther, der den Klub einst von der fünften Liga bis in die Bundesliga führte. Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Stefan Kretzschmar (53), der lange im Aufsichtsrat saß und sportliche Expertise einbrachte, hatte Günther die DHfK – einstiger Gewinner des Europapokals der Landesmeister 1966 – aus der Versenkung geholt.

Konkrete Pläne für den Abstiegsfall

Sollte der befürchtete Abstieg tatsächlich eintreten, hat Leipzig bereits konkrete Maßnahmen für den sofortigen Wiederaufstieg entwickelt. „Wir wollen der 19. Bundesligist sein“, kündigt Günther an – eine klare Ansage, dass der Klub in der zweiten Liga die Spitzenposition anstrebt.

Für diese Mission steht ein Etat von fünf Millionen Euro zur Verfügung, deutlich weniger als die 8,5 Millionen Euro in der Bundesliga. Dennoch sollen wichtige Rahmenbedingungen erhalten bleiben:

  • Weiterhin Heimspiele in der Quarterback Immobilien Arena mit 6.000 Handballplätzen
  • Finanzielle Unterstützung durch die Arena-Betreiber
  • Verbleib von Schlüsselspielern trotz Gehaltsverzicht

Stammspieler bleiben dem Verein treu

Trotz der unsicheren Zukunft haben mehrere Leistungsträger bereits ihre Loyalität bekundet. Torwart Tomas Mrkva (37), der deutsche Nationalspieler Franz Semper (28) und Kapitän Lukas Binder (33) werden dem Verein in jeder Liga erhalten bleiben, auch wenn sie auf 20 bis 30 Prozent ihres Bundesliga-Gehalts verzichten müssten.

Diese Entscheidung der Spieler unterstreicht den besonderen Zusammenhalt innerhalb des Teams und die Verbundenheit mit dem traditionsreichen Verein, der nach elf Jahren in der weltweit stärksten Handball-Liga nun vor einem historischen Wendepunkt steht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration