Verletzungsdrama beim Dessau-Roßlauer HV: Kreuzbandriss stoppt Julius Drachau
Der Handball-Zweitligist Dessau-Roßlauer HV wird in dieser Saison von einem wahren Verletzungspech verfolgt. Nun hat es den Verein besonders hart getroffen: Rückraumspieler Julius Drachau hat sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen und wird dem Team lange Zeit fehlen. Der Verein gab diese bittere Nachricht am Mittwoch offiziell bekannt.
Ein herber Rückschlag für den gesamten Verein
DRHV-Cheftrainer Vanja Radić zeigte sich in einer ersten Reaktion tief betroffen. „Das ist eine sehr bittere Nachricht für uns und für Julius extrem hart, gerade weil er sich in den letzten Wochen von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Das ist ein herber Rückschlag für alle“, erklärte der Trainer. Drachau, ein 22-jähriger Allrounder im Rückraum, der auch im Innenblock eingesetzt wird, hatte sich ohne Gegnereinwirkung verletzt.
Der Unfall ereignete sich beim zwischenzeitlichen Treffer zur 14:11-Führung im Spiel gegen die HSG Krefeld Niederrhein. Trotz dieser Verletzung konnte Dessau-Roßlau das Match mit 32:31 für sich entscheiden. Doch der Sieg wird von der schweren Verletzung des talentierten Spielers überschattet.
Eine Saison voller Verletzungsprobleme
Der Dessau-Roßlauer HV kämpft in dieser Spielzeit bereits mit zahlreichen Ausfällen. Die Liste der verletzten Stammspieler ist lang und beeinträchtigt die Mannschaft erheblich:
- Marcel Nowak fiel wochenlang aus
- Yannick Danneberg war ebenfalls verletzt
- Mika Schüler musste pausieren
- Kapitän Luka Baumgart fehlte über längere Zeit
Hinzu kommt, dass Tomislav Jagurinoski sich schon in der Vorbereitung verletzte und den Verein im Oktober ohne ein einziges Pflichtspiel verließ. Ein weiterer Spieler, Tim Hertzfeld, trainiert seit einigen Wochen komplett beim Erstligisten DHfK Leipzig mit, was die Personalsituation zusätzlich verschärft.
Die Verletzung von Julius Drachau stellt somit den bisherigen Höhepunkt einer von Pech verfolgten Saison dar. Der Verein muss nun kreative Lösungen finden, um diesen personellen Aderlass zu kompensieren und den Spielbetrieb in der 2. Handball-Bundesliga aufrechtzuerhalten.



