HBL-Urteil: Rhein-Neckar Löwen verlieren Sieg gegen TBV Lemgo Lippe
HBL: Rhein-Neckar Löwen verlieren Sieg gegen TBV Lemgo

Schock für Rhein-Neckar Löwen: HBL erkennt Sieg gegen TBV Lemgo Lippe ab

In der Handball-Bundesliga hat es eine überraschende Entscheidung gegeben. Die HBL teilte mit, dass den Rhein-Neckar Löwen die gewonnenen Punkte im Meisterschaftsspiel gegen den TBV Lemgo Lippe aberkannt werden. Grund ist ein formeller Verstoß gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung.

Formfehler führt zum Punkteverlust

Die Löwen hatten das Bundesligaspiel am 20. Februar 2026 mit 32:30 Toren für sich entschieden. Allerdings fehlte bei dem auf dem Spielberichtsbogen geführten Mannheimer Adam Jozsa (17) die unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Vorlage einer solchen Schiedsvereinbarung zwingende Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb.

Die HBL erklärte dazu: „Gemäß Regelwerk ist eine Nicht-Erbringung mit Spielverlust zu ahnden. Entsprechend ist die Begegnung vom 20.02.2026, die mit 32:30 Toren für die Rhein-Neckar Löwen endete, durch die HBL-Spielleitung mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren zu Ungunsten der Rhein-Neckar Löwen zu werten.“

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Rechtliche Schritte angekündigt

Gegen diese Entscheidung der HBL-Spielleitung kann nach Zustellung Einspruch bei der 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichtes eingelegt werden. Der Punkteabzug sowie ein Übertrag an den TBV Lemgo Lippe erfolgt erst nach Abschluss des Verfahrens.

Löwen-Geschäftsführer Holger Bachert äußerte sich zum Vorgang: „Die Handball-Bundesliga hat uns über den Sachverhalt und die daraus resultierende Entscheidung seitens der HBL informiert. Wir als Rhein-Neckar Löwen leiten innerhalb der von der HBL gesetzten Frist gegen diesen Bescheid rechtliche Schritte ein. Demnach bitten wir um Verständnis, dass wir uns zum weiteren Vorgehen sowie zum laufenden Verfahren nicht äußern.“

Gleichbehandlung aller Lizenznehmer

Bereits zuvor hatte es einen ähnlichen Fall in der 2. Handball-Bundesliga gegeben. Der TV Hüttenberg verlor die Partie des 19. Spieltags gegen Essen mit 34:37, doch das Spiel wird für Essen gewertet, da Hüttenberg sich ebenfalls einen formellen Verstoß gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung erlaubt hatte.

Die HBL betonte: „Die HBL ist verpflichtet, alle Lizenznehmer gleichzubehandeln. Auf die Folge des Spielverlustes bei fehlender Anti-Doping-Schiedsvereinbarung wurden alle Lizenznehmer ausdrücklich hingewiesen.“

Die Rhein-Neckar Löwen haben nun drei Tage Zeit, um gegen den Bescheid Einspruch einzulegen. Die Entscheidung der HBL zeigt, wie streng die Regularien in der Handball-Bundesliga gehandhabt werden und dass selbst formelle Verstöße schwerwiegende Konsequenzen haben können.

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