Handballerinnen wollen Fans in Heidelberg verzaubern: EM-Ticket vorzeitig lösen
Handballerinnen wollen Fans in Heidelberg verzaubern

Pure Vorfreude: Handballerinnen wollen Fans in Heidelberg verzaubern

Knapp drei Monate nach der stimmungsvollen Weltmeisterschaft steht für die deutschen Handballerinnen wieder ein Heimauftritt an. Im Rückspiel gegen Slowenien am Sonntag in Heidelberg soll das EM-Ticket vorzeitig gelöst werden. Die Vorfreude im Team ist enorm, besonders nach dem silbernen WM-Erfolg im Dezember.

Heimspiel als besonderer Moment

Rückraum-Ass Emily Vogel äußerte sich begeistert: „Die Vorfreude ist enorm. Ich freue mich sehr, wieder vor heimischem Publikum zu spielen. Das wird nach dem WM-Erfolg sicher besonders.“ Nach dem 30:23-Arbeitssieg in Celje wollen Vogel und ihre Mitspielerinnen zu der spielerischen Leichtigkeit zurückfinden, mit der sie die Fans bei der Heim-WM begeistert hatten.

Nina Engel betonte den Heimvorteil: „Vor heimischer Kulisse ist es deutlich cooler. Es macht natürlich viel mehr Spaß, wenn die Fans hinter einem stehen. Wir wollen es besser machen und den zweiten Sieg gegen Slowenien holen.“ Alina Grijseels ergänzte die positive Stimmung: „Wir haben nach dem Dezember-Erlebnis viele positive Erinnerungen und freuen uns auf eine volle Halle in Heidelberg.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zäher Auftakt mit Lernprozess

Das erste Pflichtspiel in diesem Jahr ging dem WM-Zweiten nicht so leicht von der Hand wie erhofft. Erst in der zweiten Halbzeit spielte der Favorit seine Klasse aus und distanzierte den Rivalen am Ende deutlich. Emily Vogel räumte ein: „Der Sieg war hart erarbeitet. Man hat gesehen, dass ein paar Absprachen noch nicht so smooth gelaufen sind wie bei der WM.“

In einem teilweise wilden Spiel mit vielen Zeitstrafen blieben die Vorgaben von Bundestrainer Markus Gaugisch weitgehend auf der Strecke. Der 51-Jährige resümierte: „Es war eine zähe Geschichte. Das Spiel lief nicht so, dass wir an Dingen arbeiten konnten, die wir uns vorgenommen hatten, weil viel Unruhe drin war.“ Er fügte hinzu: „Es ist gut, dass wir am Sonntag gleich wieder spielen. Da wollen wir die nächsten zwei Punkte.“

Ambitionierte Ziele für die EM

Schon vor dem Länderspiel-Auftakt hatte Gaugisch mahnende Worte gewählt: „Wir hatten Erfolg, aber es ist ja oft so, dass Dinge nur ein Strohfeuer sind. Jetzt geht es darum, weiter daran zu arbeiten. Ich bin gespannt, ob wir das hinbekommen.“ In Slowenien offenbarte sein Team einige Probleme in Angriff und Abwehr, ließ sich aber nicht vom Erfolgskurs abbringen.

Nina Engel hatte eine simple Erklärung für den mühevollen Auftritt: „Es war das erste Spiel nach dem erfolgreichen Turnier. Da ist es normal, dass man sich erst wieder finden muss.“ Zumal mit Xenia Smits und Aimée von Pereira zwei exzellente Abwehrspezialistinnen verletzt fehlten.

In Heidelberg soll nun eine Steigerung folgen, denn die DHB-Auswahl hat auch in diesem Jahr viel vor. Nachwuchs-Welthandballerin Viola Leuchter blickt ambitioniert auf die EM: „Dass wir Vize-Weltmeister sind, ist eine coole Sache. Es heißt aber nicht, dass wir für immer zufrieden sind. Wir haben alle Bock, jetzt die nächsten Schritte zu gehen.“ Spätestens bei dem Turnier in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei wollen die DHB-Frauen wieder in Topform sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration