Handballerinnen trotz mühevoller Leistung: EM-Teilnahme nach Sieg in Slowenien greifbar
Handballerinnen siegen in Slowenien - EM-Teilnahme in Reichweite

Handballerinnen trotz mühevoller Leistung: EM-Teilnahme nach Sieg in Slowenien greifbar

Die deutschen Handballerinnen sind mit einem glanzlosen, aber wichtigen Sieg ins EM-Jahr gestartet. Beim 30:23 (16:15)-Erfolg in Slowenien zeigte die DHB-Auswahl zwar viel Kampf, jedoch wenig von der überzeugenden Form, die sie bei ihrem silbernen WM-Coup auszeichnete. Dennoch rückt die Teilnahme an der Europameisterschaft deutlich näher.

Mühevoller Auftakt in Celje

Vor rund 1.500 Zuschauern in Celje benötigte das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch lange, um an die starken Leistungen der Weltmeisterschaft anzuknüpfen. Rückraum-Ass Emily Vogel war mit sieben Treffern die beste Werferin der deutschen Mannschaft, die sich gegen die zuvor ebenfalls ungeschlagenen Sloweninnen schwer tat.

Der Start ins Spiel verlief zunächst vielversprechend: 80 Tage nach dem verlorenen WM-Finale gegen Norwegen lag die DHB-Auswahl schnell mit 4:2 vorn. Doch plötzlich geriet das Team aus dem Rhythmus. Sieben Minuten lang gelang kein einziger Treffer – eine Schwächephase, die die Gastgeberinnen mit einem 5:0-Lauf konsequent bestraften.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Defensive Lücken und fehlende Spezialistinnen

Nicht nur im Angriff lief es nicht rund. Auch die Abwehr, die bei der WM noch als Prunkstück galt, bot immer wieder Lücken. Das Fehlen der verletzten Defensivspezialistinnen Xenia Smits und Aimée von Pereira machte sich in dieser Phase deutlich bemerkbar und erschwerte das Spiel der deutschen Frauen erheblich.

Erst Mitte der ersten Halbzeit fand der WM-Zweite wieder zu alter Stärke zurück. Torhüterin Katharina Filter trug mit mehreren Glanzparaden maßgeblich dazu bei, dass die kleine Schwächephase beim Stand von 9:8 ausgebügelt werden konnte. Bundestrainer Gaugisch forderte in einer Auszeit dennoch mehr Cleverness und harte Arbeit von seiner Mannschaft.

Steigerung nach der Pause bringt klaren Sieg

Die entscheidende Wende kam erst nach dem Seitenwechsel. Im Tor war nun Sarah Wachter eine starke Rückhalt für das DHB-Team, das sich deutlich steigerte und beim 23:18 erstmals mit fünf Toren in Führung ging. Während bei den Sloweninnen mit zunehmender Spielzeit die Kräfte nachließen, blieben die deutschen Frauen konzentriert und brachten den Sieg letztlich ohne größere Probleme über die Zeit.

EM-Teilnahme nun fast sicher

Dank dieses Erfolges kann die DHB-Auswahl nun fest mit der Teilnahme an der EM-Endrunde vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei planen. Vor dem Rückspiel in Heidelberg am kommenden Sonntag führt das Team die Gruppe 3 mit 6:0 Punkten vor den Sloweninnen (4:2) an. Die Plätze eins und zwei sichern definitiv das EM-Ticket.

Die letzten Qualifikationsspiele stehen im April gegen die krassen Außenseiter Nordmazedonien und Belgien an. Trotz des mühevollen Starts ins EM-Jahr haben die deutschen Handballerinnen damit ihr wichtigstes Ziel fest im Blick und können die Vorbereitung auf die Europameisterschaft nun gezielt angehen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration