Handball-EM: Deutsche Vize-Weltmeisterinnen erhalten günstige Auslosung
Das Losverfahren für die Handball-Europameisterschaft der Frauen 2026 hat den deutschen Nationalspielerinnen eine äußerst machbare Vorrundengruppe beschert. Die DHB-Auswahl von Bundestrainer Markus Gaugisch, die bei der letzten EM 2024 nur den siebten Platz belegte, trifft in Gruppe F auf Schweden, Co-Gastgeber Slowakei und Serbien. Die Spiele dieser Vorrundenpartien werden in der slowakischen Hauptstadt Bratislava ausgetragen.
Top-Nationen zunächst umgangen
Die Auswahl des Deutschen Handballbundes geht damit zunächst den absoluten Top-Nationen des internationalen Handballs aus dem Weg. Weltmeister und Olympiasieger Norwegen, der Olympia-Zweite Frankreich sowie der frühere Weltmeister Niederlande befinden sich nicht in der deutschen Vorrundengruppe. Dies gibt dem Team um Markus Gaugisch die Möglichkeit, sich mit kontrollierbaren Gegnern in das Turnier einzuspielen und frühzeitig Selbstvertrauen zu sammeln.
Die Europameisterschaft findet vom 3. bis 20. Dezember 2026 in fünf verschiedenen Gastgeberländern statt: Polen, Tschechien, Rumänien, der Türkei und der Slowakei. Die zwei besten Teams jeder der sechs Vorrundengruppen qualifizieren sich für die beiden Zwischenrundengruppen des Turniers.
Günstige Reiseroute für das deutsche Team
Für die deutschen Handballerinnen ergibt sich durch die Auslosung eine besonders günstige mögliche Reiseroute. Nach erfolgreicher Vorrunde in Bratislava würde das Team nur einmal umziehen müssen: Es ginge dann direkt weiter zur Hauptrunde, die in Cluj-Napoca in Rumänien und im polnischen Kattowitz ausgetragen wird. In Kattowitz findet auch das gesamte Finalwochenende der Europameisterschaft statt.
Dies bedeutet, dass die DHB-Frauen bei einem erfolgreichen Turnierverlauf bis zum möglichen Finale am selben Spielort bleiben könnten. Eine solche Planung erleichtert die logistischen Vorbereitungen und minimiert die Reisestrapazen während des intensiven Turniermonats.
Die Auslosung am Donnerstag brachte somit für die deutschen Vize-Weltmeisterinnen von 2025 optimale Bedingungen. Das Team kann sich nun auf die konkreten Gegner in der Vorrunde vorbereiten und hat realistische Chancen, die Zwischenrunde zu erreichen. Die Kombination aus machbaren Gruppengegnern und einer effizienten Reiseroute schafft eine gute Ausgangsposition für die Europameisterschaft im kommenden Winter.



