Ein dramatisches Saisonfinale besiegelte das Schicksal von GWD Minden in der Handball-Bundesliga. Der Traditionsclub muss nach einem Pfostentreffer in letzter Sekunde den Gang in die zweite Liga antreten. Es ist der sechste Abstieg in der Vereinsgeschichte des zweimaligen deutschen Meisters.
Entscheidung in letzter Sekunde
Am letzten Spieltag unterlag der Aufsteiger beim SC DHfK Leipzig mit 25:26 (14:18). Der entscheidende Moment kam in der Schlussaktion: Rechtsaußen Jakub Sterba hatte den Ausgleich für Minden auf der Hand, doch sein Wurf landete nur am Pfosten des Leipziger Tores. Ein Unentschieden hätte Minden gereicht, da die HSG Wetzlar parallel ihr Heimspiel gegen den neuen deutschen Meister SC Magdeburg mit 30:31 (17:17) verlor. So entschied die bessere Tordifferenz zugunsten der punktgleichen Mittelhessen, die ebenfalls 17:51 Zähler aufweisen.
Absteiger stehen fest
Mit dem Abstieg von GWD Minden und dem bereits feststehenden Tabellenschlusslicht aus Leipzig nehmen beide Teams den Weg in die zweite Liga. Ihre Plätze werden in der kommenden Saison der HBW Balingen-Weilstetten und die SG BBM Bietigheim einnehmen. Balingen sicherte sich am letzten Spieltag mit einem 36:22 (17:19)-Sieg über Bietigheim den Meistertitel in der zweiten Bundesliga.
Der Abstieg ist für Minden besonders bitter, da der Club bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt kämpfte. Die Ostwestfalen zeigten eine starke Moral, doch am Ende fehlte das nötige Quäntchen Glück. Die Fans des Traditionsvereins müssen sich nun auf eine Saison in der Zweitklassigkeit einstellen.



