Überzeugender Derby-Erfolg für Fortuna Neubrandenburg
Die Handballerinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg haben die Regionalliga-Saison mit einem beeindruckenden Derby-Sieg beendet. Vor rund 500 Zuschauern in der ausverkauften Webasto-Arena setzten sich die Fortunen mit einem klaren 34:21 gegen den Stavenhagener SV durch und demonstrierten dabei eindrucksvoll ihre spielerische und körperliche Überlegenheit.
Starker Start und frühe Führung
Das Spiel begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten, wobei die Partie bis zum 3:3 ausgeglichen verlief. Danach übernahmen die Neubrandenburgerinnen jedoch zunehmend die Kontrolle. Angeführt von Kapitänin Madlen Kloska, die nach mehrwöchiger Verletzungspause ihr Comeback feierte, nutzten die Gastgeberinnen die Fehler der Gäste konsequent aus. Mit einer starken Phase von 7:3 zogen sie binnen kurzer Zeit auf 10:4 davon und legten damit den Grundstein für ihren Erfolg.
Bereits zur Halbzeit führten die Fortuna-Frauen mit 19:11 klar und setzten damit den Tabellenführer Werder noch einmal unter Druck. Die Neubrandenburgerinnen unterbanden den Tempogegenstoß der Gäste nahezu vollständig und kamen selbst immer wieder zu einfachen Treffern.
Schmidt glänzt auf der Platte
Nach dem Seitenwechsel ließ Fortuna dem Gegner zunächst etwas mehr Luft zum Atmen, wodurch Stavenhagen den Rückstand bis zum 17:24 in Grenzen halten konnte. Doch dann zog der Aufstiegskandidat erneut an und ließ keine Zweifel am Ausgang des Spiels. Besonders Elisa Schmidt überzeugte auf der Platte mit starken Leistungen und trug maßgeblich zum Sieg bei.
Trainer Kay Butzlaff zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden: „Schöner Saisonabschluss vor einer Wahnsinnskulisse. Ich denke, wir haben über die gesamten 60 Minuten eine starke Leistung gezeigt.“ Die rund 500 Zuschauer in der ausverkauften Arena kamen von Beginn an auf ihre Kosten und erlebten eine überzeugende Vorstellung der Heimmannschaft.
Stavenhagen trotz Niederlage auf Bronzerang
Für den Stavenhagener SV war die Niederlage zwar enttäuschend, doch gab es dennoch Grund zur Freude. Da der Berliner TSC überraschend gegen den BSC Preussen mit 33:36 verlor, beendeten die Reuterstädterinnen die Saison trotz der Niederlage auf dem Bronzerang. Trainer Torsten Richter sagte: „Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen, dass sie nicht gekämpft haben, aber gegen die körperlich starken Neubrandenburgerinnen hatten wir heute einfach kein Rezept.“
Richter betonte jedoch die Leistung seiner Mannschaft in der gesamten Saison: „Ich denke, das zeigt eindrucksvoll, was wir in dieser Saison geleistet haben.“ Für Stavenhagen war es dennoch eine enttäuschende Niederlage im letzten Saisonspiel.
Blick nach vorn für Fortuna
Bei Fortuna Neubrandenburg richtet sich der Blick nun klar nach vorn. Die Mannschaft bereitet sich auf die anstehenden Aufstiegsspiele vor, bei denen es um den Sprung in die 3. Liga geht. Trainer Butzlaff erklärte: „Jetzt ist erst einmal eine Woche Ruhe mit individuellem Training, dann bereiten wir uns drei Wochen intensiv auf die Aufstiegsspiele vor.“
Für die Vier-Tore-Städterinnen wird es ab dem 25. April ernst, wenn sie gegen die Meister aus Schleswig-Holstein/Hamburg und Niedersachsen antreten. Der klare Derby-Sieg gibt der Mannschaft dabei zusätzlichen Rückenwind und Selbstvertrauen für die kommenden Herausforderungen.
Die Torschützinnen für Fortuna Neubrandenburg waren: Lenk (6), F. Stenzel (8), Schmidt (6), Abrahams (3), Keilholtz (3), Haasmann (2), Chokheli (2), Kloska (2), Dominik (1), Weber (1). Für Stavenhagen trafen: Liebich (8), Engfer (6), Jonassen (2), Sandberg (2), Nowatzki (1), Lichtwald (1), Döbler (1).



