Formfehler führt zur Aberkennung: Rhein-Neckar Löwen verlieren Sieg in der Handball-Bundesliga
Ein formaler Verstoß hat den Rhein-Neckar Löwen ihren hart erkämpften Heimsieg in der Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo gekostet. Die Handball-Bundesliga (HBL) hat die Partie nachträglich mit 2:0 Punkten und 0:0 Toren für Lemgo gewertet, nachdem bekannt wurde, dass die Mannheimer einen Spieler einsetzten, dessen unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung nicht vorlag.
Anti-Doping-Regelung als zentrale Voraussetzung
Seit Beginn des Jahres ist die unterschriebene Vereinbarung eine zwingende Bedingung für die Teilnahme am Spielbetrieb. Die HBL betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass dieser Formfehler nicht toleriert werden könne. Die Löwen hatten das Spiel ursprünglich mit 32:30 für sich entschieden und damit wertvolle Punkte im Kampf um die Europapokal-Qualifikation gesammelt.
Rechtliche Schritte angekündigt
Geschäftsführer Holger Bachert kündigte umgehend rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an. „Wir als Rhein-Neckar Löwen leiten innerhalb der von der HBL gesetzten Frist gegen diesen Bescheid rechtliche Schritte ein“, erklärte Bachert. Der Club wolle sich zum weiteren Vorgehen und zum laufenden Verfahren vorerst nicht äußern, um den Prozess nicht zu beeinflussen.
Die HBL teilte mit, dass der Punkteabzug sowie die Übertragung an den TBV Lemgo erst nach Abschluss des Verfahrens erfolgen würden. Ein möglicher Punktabzug würde die Löwen, die mit Nationaltorhüter David Späth antreten, im laufenden Saisonverlauf erheblich belasten und ihre Ambitionen für internationale Wettbewerbe gefährden.
Diese Entscheidung unterstreicht die strikte Handhabung von Regularien im Profisport und könnte weitreichende Folgen für die Tabellenkonstellation in der Handball-Bundesliga haben. Die Löwen müssen nun abwarten, ob ihre Einspruchsmöglichkeiten erfolgreich sein werden.



