Die Füchse Berlin haben sich mit einem beeindruckenden Torfestival optimal auf das anstehende Champions-League-Final4 vorbereitet. Am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga besiegten sie die SG Flensburg-Handewitt mit 42:38 und tankten dabei enormes Selbstvertrauen für das Highlight der Saison am kommenden Wochenende in Köln.
Trainer Krickau zeigt sich zufrieden
„Der große Fokus lag darauf, wie wir wieder auf unser Angriffsniveau kommen. Das haben wir deutlich erreicht. Jetzt sind wir bereit“, erklärte Trainer Nicolej Krickau nach dem Spiel. In den letzten Wochen hatte die Offensive der Füchse nicht immer rund gelaufen, doch rechtzeitig zum Saisonfinale fand sie zurück zu alter Stärke. Bereits am Donnerstag erzielte das Team 39 Tore bei der MT Melsungen, nun folgten 43 Treffer gegen Flensburg.
Gidsel überzeugt als Torschützenkönig
Welthandballer Mathias Gidsel, der sich mit insgesamt 317 Toren die Torjägerkrone der HBL sicherte, betonte die Wichtigkeit des Erfolgs: „Nachdem wir in den letzten Wochen nicht so das Spitzenniveau erreicht hatten, war es wichtig, wieder ein gutes Gefühl zu bekommen.“ Der Angriff der Berliner harmoniert wieder hervorragend, was auch die hohen Torausbeuten der jüngsten Partien belegen.
Revanche gegen Magdeburg als Motivation
Obwohl es im Duell mit Flensburg sportlich um nichts mehr ging – der zweite Tabellenplatz war den Füchsen praktisch nicht mehr zu nehmen –, hatte der Auftritt eine große mentale Bedeutung. „Es war der erste Sieg gegen eine andere Mannschaft aus den Top3“, analysierte Krickau. Gegen den SC Magdeburg, den neuen deutschen Meister und zugleich den Halbfinalgegner in der Champions League, gab es in dieser Saison zwei Niederlagen. „Wir wollen Revanche und haben die zwei Spiele in dieser Saison im Hinterkopf“, kündigte Kapitän Max Darj entschlossen an.
Füchse als Außenseiter
Dennoch sehen sich die Berliner im Finalturnier als Außenseiter. Magdeburg und der FC Barcelona gelten als die großen Favoriten. Krickau zeigte sich besonders von den Spaniern beeindruckt: „Das Niveau von Barcelona in den letzten zwei Monaten ist einfach Wahnsinn. Die haben unfassbar gespielt.“ Zudem konnten sowohl Magdeburg und Barcelona als auch der dritte Konkurrent Aalborg Handbold ihre nationalen Meisterschaften gewinnen, während die Füchse ihren Titel verloren. „Also sind wir ein bisschen der Außenseiter“, sagte Darj.
Emotionaler Abschied für Leistungsträger
Für die langjährigen Stützen Dejan Milosavljev und Lasse Andersson werden die Spiele in Köln die letzten im Füchse-Trikot sein. Nach dem Sieg gegen Flensburg wurden die beiden von den Fans unter Tränen und mit großer Emotion verabschiedet. Ein Triumph in der Champions League wäre der krönende Abschluss ihrer Zeit in Berlin. Andersson zeigte sich bei der Verabschiedung selbstbewusst: „Wir haben jeden Titel geholt. Aber es fehlt noch einer. Noch fehlt die Champions League. Und ich bin mir sicher, dass wir das zusammen schaffen.“



