Füchse Berlin wollen mit Rotation gegen Leipzig zurück in die Erfolgsspur
Für die Füchse Berlin könnte das Kontrastprogramm in der Handball-Bundesliga kaum größer ausfallen. Nur eine Woche nach der bitteren Niederlage im Spitzenspiel beim SC Magdeburg empfängt der amtierende Meister am Ostersonntag in der Max-Schmeling-Halle den Tabellenletzten SC DHfK Leipzig. Das Spiel beginnt um 15.00 Uhr und wird bei Dyn übertragen.
Vorsicht vor dem Underdog
Trainer Nicolej Krickau betonte im Vorfeld die Gefahr, die von einem angeschlagenen Gegner ausgehen kann. „Wir sind natürlich der Favorit. Aber wir wissen alle, wie gefährlich das ist, wenn ein angeschlagener Gegner als Riesen-Underdog kommt“, sagte der dänische Coach. Die Berliner wollen die Sachsen auf keinen Fall unterschätzen und sind sich der besonderen Herausforderung bewusst.
„Es wäre naiv, nicht anzuerkennen, dass es eine andere Art von Aufgabe ist. Und wir haben keinen Platz mehr für dumme Fehler“, so Krickau weiter. Im Kampf um einen Champions-League-Platz ist ein Heimsieg absolute Pflicht für die Füchse. Nationalspieler Nils Lichtlein ergänzte: „Wir haben in dieser Saison schon genug Punkte abgegeben, die nicht hätten sein müssen.“
Mehr Breite im Kader gefordert
Um die drei Punkte sicher nach Hause zu bringen, setzt Krickau auf eine verstärkte Rotation im Kader. „Wir wollen dieses Mal noch mehr Breite nutzen. Denn in der entscheidenden Phase brauchen wir es, dass jeder im Spielrhythmus ist“, erklärte der Trainer. Diese Strategie soll insbesondere Spielmacher Tobias Gröndahl zugutekommen, der in den letzten Spielen nur wenig Spielzeit erhalten hatte.
Der Norweger hat sich laut Krickau jedoch nie beschwert. „Ich spüre, dass es für ihn gar kein Thema ist. Er ist voll fokussiert im Training, er ist voll fokussiert im Spiel auf der Bank“, sagte der Coach. Die Berliner hoffen, dass Gröndahl mit mehr Einsatzzeit seine Qualitäten besser entfalten kann.
Ungewöhnlich viel Zeit zur Regeneration
Ein positiver Nebeneffekt für die Füchse ist die ungewöhnlich lange Regenerationsphase. Da die Berliner die Playoffs in der Champions League umgehen konnten, bleibt aktuell mehr Zeit für Training und Erholung. „Wir haben ein bisschen mehr Luft als sonst. Dass wir vier Mal in Folge Trainingswochen haben, das ist absoluter Wahnsinn. Und das wollen wir natürlich auch gerne nutzen“, so Krickau.
Diese zusätzliche Vorbereitungszeit könnte sich als entscheidender Vorteil im weiteren Saisonverlauf erweisen. Die Füchse Berlin müssen nun beweisen, dass sie aus der Magdeburg-Niederlage gelernt haben und gegen Leipzig die erwartete Leistung abrufen können.



