Deutsche Handballerinnen feiern wichtigen Sieg in Slowenien
Die deutschen Handball-Frauen haben einen entscheidenden Erfolg auf dem Weg zur Europameisterschaft errungen. In Celje setzten sie sich am 4. März 2026 in einem hart umkämpften Qualifikationsspiel gegen die bis dahin unbesiegten Sloweninnen mit 30:23 durch. Dieser Sieg markiert einen großen Schritt Richtung der Mega-EM, die im Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien und der Türkei ausgetragen wird.
Spannender Verlauf mit deutscher Dominanz
Das Spiel begann mit einem frühen Führungstreffer durch DHB-Kapitänin Antje Döll nach nur einer Minute und 46 Sekunden. Die Sloweninnen erwiderten jedoch und drehten durch einen 5:0-Lauf das Spiel zum 7:4. Besonders auffällig war die slowenische Spielerin Tjasa Stanko, die in ihrer Jugend slowenische Meisterschaften im Speer- und Diskuswurf gewann und ihre Treffsicherheit unter Beweis stellte. Zur Halbzeit führten die Deutschen mit 16:15.
Dyn-Kommentator Markus Herwig analysierte: „Hinten muss noch ein bisschen mehr Zugriff erfolgen. Vor allem am Kreis.“ Nach der Pause verbesserten die deutschen Spielerinnen ihre Angriffsbemühungen deutlich und bauten ihren Vorsprung auf 20:17 aus. Beim Stand von 27:22 war der Sieg bereits nicht mehr gefährdet.
Individuelle Leistungen und Debütantin
Emily Vogel war mit sieben Treffern die erfolgreichste deutsche Werferin, gefolgt von Antje Döll mit sechs Treffern. Im Tor zeigten Sarah Wachter mit sieben Paraden und Katharina Filter mit fünf Paraden starke Leistungen. Auf slowenischer Seite ragte Torhüterin Maja Vojnovic mit 14 Glanzparaden heraus.
Ein besonderes Highlight war das Debüt von Farrelle Njinkeu (19) im DHB-Trikot. Die junge Spielerin erzielte 90 Sekunden vor Spielende ihr erstes Länderspieltor und feierte damit einen gelungenen Einstand.
Personelle Veränderungen und Ausblick
Bundestrainer Markus Gaugisch musste ohne die angeschlagenen WM-Heldinnen Xenia Smits und Aimée von Pereira auskommen. Als Ersatz wurden Dana Bleckmann und Jolina Huhnstock nachnominiert. In der Qualifikationsgruppe mit Belgien und Nordmazedonien gelten die deutschen Handballerinnen als großer Favorit.
Das Rückspiel findet am Sonntag, den 6. März 2026, um 15:30 Uhr in Heidelberg statt. Die Partie wird live bei Dyn und ProSieben MAXX übertragen. Mit diesem Sieg haben die DHB-Frauen ihre Ambitionen für die anstehende Europameisterschaft eindrucksvoll untermauert und demonstrieren, dass sie nach dem sensationellen WM-Silber vor zweieinhalb Monaten weiterhin zur Weltspitze gehören.



