Alexander Zverev hat als zweiter deutscher Tennisspieler das Achtelfinale von Wimbledon erreicht. Der 29-jährige Hamburger besiegte am Samstag den US-Amerikaner Marcos Giron mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 und zog damit zum vierten Mal in die Runde der letzten 16 im All England Club ein. Damit stellt Zverev sein bestes Ergebnis bei diesem Grand-Slam-Turnier ein.
Zverev dominiert ersten Satz und gewinnt Tiebreak
Im ersten Durchgang war Zverev klar überlegen und hätte den Satz sogar noch schneller für sich entscheiden können. Nach dem dominanten Auftakt ließ der French-Open-Sieger jedoch nach, konnte sich aber auf seinen starken Aufschlag verlassen. Im zweiten Satz sicherte er sich den Tiebreak mit 7:4 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Insgesamt benötigte Zverev gut zweieinhalb Stunden für den Sieg.
„Es war ein gutes Spiel, auch wenn ich zwischendurch ein paar Nachlässigkeiten hatte. Aber ich bin froh, dass ich durch bin und mich auf die nächste Runde konzentrieren kann“, sagte Zverev nach der Partie. Der Weltranglistenvierte zeigte sich insgesamt zufrieden mit seiner Leistung, auch wenn er im dritten Satz eine 4:1-Führung kurzzeitig aus der Hand gab und Giron zum 4:4 herankommen ließ.
Deutsches Duo im Achtelfinale – erstmals seit 2012
Mit Zverev und Jan-Lennard Struff stehen erstmals seit 2012 wieder zwei deutsche Männer im Achtelfinale von Wimbledon. Damals waren Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber in der Runde der besten 16 vertreten. Struff hatte am Freitag überraschend erstmals in seiner Karriere die dritte Runde überstanden und kämpft am Sonntag gegen den Polen Hubert Hurkacz um den Einzug in sein erstes Grand-Slam-Viertelfinale.
Die Statistik sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation im deutschen Männer-Tennis hinter Spitzenspieler Zverev insgesamt wenig zufriedenstellend ist. Dennoch ist das Erreichen des Achtelfinales durch zwei Deutsche ein positives Signal.
Nächste Hürde: Jiri Lehecka oder Jaume Munar
Im Achtelfinale trifft Zverev entweder auf den Weltranglisten-14. Jiri Lehecka aus Tschechien oder den Spanier Jaume Munar. Mit einem Sieg würde der Hamburger erstmals in seiner Karriere ins Viertelfinale von Wimbledon einziehen. „Ich freue mich auf die Herausforderung. Beide Spieler sind stark, aber ich bin bereit“, so Zverev.
Zverev, der in diesem Jahr bereits die French Open gewann, zählt zu den Titelmitfavoriten beim Rasenklassiker in London. Sein bestes Abschneiden in Wimbledon war bisher das Achtelfinale, das er nun bereits zum vierten Mal erreicht hat. Nun hofft er auf den ersten Titel beim prestigeträchtigen Turnier.



