Alexander Zverev hat sein Achtelfinal-Ticket in Wimbledon gelöst. Der 29-jährige Hamburger besiegte den US-Amerikaner Marcos Giron (32) am Samstag auf Court 1 mit 6:2, 7:6 (7:2), 6:4. Es war der fünfte Sieg im fünften Aufeinandertreffen mit Giron, der als einer seiner Lieblingsgegner gilt. Zverev trifft am Montag auf den Sieger der Partie zwischen Jiri Lehecka (Tschechien, 24) und Jaume Munar (Spanien, 29). Ein weiterer Erfolg würde ihm erstmals in seiner Karriere den Einzug ins Viertelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt bescheren.
Zverev zeigt sich in Topform
„Ich habe den letzten Punkt gemacht“, scherzte Zverev unter dem Jubel des Publikums. „Er spielt auf Gras fantastisch. Das wusste ich und musste vom ersten Punkt an voll da sein. Ich bin glücklich, dass ich in drei Sätzen durch bin“, erklärte der Olympiasieger von 2021. Als auf dem Platz sein French-Open-Triumph vom 7. Juni erwähnt wurde, erntete er erneut Applaus. „Ich hoffe, ich kann so weitermachen. Mit so einem Titel hier anzureisen, hilft ungemein.“
Gegen die Nummer 92 der Weltrangliste dominierte Zverev von Beginn an. Im ersten Satz gelangen ihm zwei Breaks zum 6:2. Danach steigerte sich Giron jedoch und forderte den Deutschen heraus. Der zweite Satz musste im Tiebreak entschieden werden, den Zverev klar mit 7:2 gewann. Zu Beginn des dritten Satzes gelang ihm ein frühes Break zum 2:0, doch er gab seinen Aufschlag später wieder ab. Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad vergab er zwei Chancen bei 40:15 in Girons Aufschlagspiel, ehe er den entscheidenden Breakball zum 6:4 verwandelte. Nach 2 Stunden und 33 Minuten nutzte er seinen ersten Matchball.
Zehn Grand-Slam-Siege in Serie
Der Erfolg gegen Giron war Zverevs zehnter Sieg in Folge bei Grand-Slam-Turnieren. Vier weitere Siege würden ihm den zweiten Major-Titel nach den French Open sichern. „Das ist ein weiter Weg“, sagte Zverev. Auf die Frage, was sich in seiner großen Tennistasche befinde, antwortete er augenzwinkernd: „Das weiß ich nicht. Die hat meine Mama gepackt.“ Dann holte er T-Shirts und Schläger hervor und erheiterte das Publikum.
Zverev spielt eine starke Rasensaison; in Halle/Westfalen stand er bereits im Halbfinale. Nun peilt er in Wimbledon sein erstes Viertelfinale an – ein Meilenstein in seiner Karriere auf dem heiligen Rasen.



