Zverev-Box bei French Open: Wer drin ist und warum Sophia fehlt
Zverev-Box: Wer drin ist und warum Sophia fehlt

Sie gehören zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben. Nun stehen sie kurz davor, den größten Triumph seiner Karriere mitzuerleben. Seit fünf Matches sitzen sie in der Box von Alexander Zverev (29) bei den French Open in Paris auf dem Court Philippe Chatrier. Noch zwei Siege, dann hat der Hamburger seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Auch beim Halbfinale am Freitag gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) werden die Acht wieder da sein. Jeder auf demselben Platz, den er seit der ersten Runde hat. So will es Zverev. In dieser Beziehung ist er abergläubisch. Die Sitzordnung darf sich während des Turniers nicht ändern. Ausnahmen gibt es nur im Notfall. BILD erklärt die Zverev-Box und auch, wer nicht dort sitzt.

Die Mitglieder der Zverev-Box

Alexander Zverev senior (66, vorn links): Vater und Trainer. Betreut seinen Sohn von Anfang an. „Er ist mein Haupttrainer und wird es immer bleiben“, sagt der Olympiasieger von 2021. Auch als Coaches von außen dazugeholt wurden (Ivan Lendl, Juan Carlos Ferrero, David Ferrer, Sergi Bruguera), war der frühere Davis-Cup-Spieler der UdSSR stets erster Ansprechpartner.

Mischa Zverev (38, vorn Mitte): Bruder und Manager. Als Linkshänder (Ex-Nummer 25 der Welt) im Nachhinein Gold wert für Alexander, der Rechtshänder ist. Die Bilanz gegen Linkshänder ist nicht zuletzt dadurch beeindruckend. „Ich bin ja mit einem Linkshänder aufgewachsen, habe schon früh viel mit meinem Bruder trainiert“, sagt die Nummer 3 der Welt. Dazu besprechen die Brüder die Taktik für die Matches.

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Michail Ledovskych (39, vorn rechts): Sparringspartner. War einst selbst die Nummer 151 der Welt. „Er ist sehr, sehr wichtig für mich, denn er tut viel für mein Spiel. Er fühlt meinen Ball im Training und kann mir viel darüber sagen, wie mein Ball ankommt, was ich mache und wo er Verbesserungen sieht.“

Timo Schall (33, Mitte links): Physiotherapeut. Er weiß, wie sich Grand-Slam-Sieger unter seinen Händen anfühlen. Er stand schon in Diensten der dreimaligen Major-Gewinnerin Angelique Kerber (38). Zverev hat bis zu vier verschiedene Physios, die sich die Turniere aufteilen. Keine hat die Zeit, das komplette Jahr auf Tour zu gehen.

Jez Green (53, Mitte rechts): Fitnesstrainer. Der Mann, der schon Ex-Tennis-Star Andy Murray (39) zur Nummer 1 und drei Grand-Slam-Titeln verhalf. Schon Bruder Mischa vertraute auf dessen Dienste, „reichte“ ihn quasi an Alexander weiter. Nach kurzzeitiger Trennung ist er seit 2024 wieder fest im Team.

Natalia Fateeva (hinten links): Oma. Die Mutter von Irina (59), der Mama der Zverev-Brüder, ist seit Frühjahr mit auf Tour. Der traurige Grund: „Mein Großvater ist leider verstorben, da haben wir sie nach Europa geholt. Sie genießt gerade das Leben so ein bisschen, genießt ihre Enkel und ihre Urenkel. Sie hat in ihrer Heimat, in Sotschi, wenig zu tun und versucht, so viel wie möglich bei uns zu bleiben“, sagt Zverev.

Marcelo Melo (42, hinten Mitte): Bester Freund. Die Nummer 43 der Doppel-Weltrangliste. Spielt mit Zverev bei vielen Turnieren noch Doppel und noch viel lieber Mario Kart. Beide gehen zusammen durch dick und dünn. Auch im traditionellen Familienurlaub nach Saisonende auf den Malediven ist der Brasilianer meist mit dabei.

Sergey Bubka junior (39, hinten rechts): Manager. Der Sohn von Stabhochsprung-Ikone Sergey Bubka (62) war einst selbst Tennisprofi, schaffte es bis auf Platz 145 der Welt. Er ist der Mann für alle Fälle, kümmert sich um Reiseplanungen, Hotels, Medien, die Abläufe vor Ort. Organisiert alles um Zverev herum.

Wer fehlt?

Mutter Irina schafft es nervlich nicht, die Spiele ihres Sohnes im Stadion zu verfolgen. Bei den US Open machte sie eine Ausnahme, saß phasenweise in der Box oder im Publikum, aber das war nur ein Intermezzo. Während der Matches geht sie auf der Anlage oder in der Stadt spazieren, meist sind die Hunde Lövik und Junior mit dabei. Selbst bei Finals ist sie nicht im Stadion. Sie ist einfach zu aufgeregt.

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Freundin Sophia Thomalla (36) sitzt immer in der Box, wenn sie da ist. Doch in Paris wird sie nicht dabei sein, auch nicht in einem eventuellen Finale. Auch hier ist Zverevs Aberglaube ein Grund. „Ich würde nie während eines Grand Slams auftauchen“, sagte sie. Weil die Moderatorin arbeitsmäßig selbst viel unterwegs ist, kann sie nicht bei jedem Turnier sein, wie fast schon traditionell in Paris. Sollte Zverev den Titel holen, wird sie von Köln aus, wo sie einen Job hat, nach dem Finale nach Paris kommen, mit ihrem Freund feiern und am Montagmorgen schon wieder zurück in die Domstadt fahren.