WM-Fans in den USA vor Abzocke: 100 Dollar für 16 Kilometer Zugfahrt zum Stadion
WM-Fans in USA: 100 Dollar für 16 km Zugfahrt zum Stadion

WM-Fans in den USA vor massiver Preistreiberei: 100 Dollar für kurze Zugstrecke

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada droht für viele Fans zu einem finanziellen Desaster zu werden. Eigentlich sollte das Turnier ein großes Fest des Fußballs werden, doch schon vor dem Anpfiff am 11. Juni 2026 sorgen horrende Preise für massive Verärgerung unter den Fußballbegeisterten.

Drastische Preiserhöhung für öffentlichen Nahverkehr

Im US-Bundesstaat New Jersey prüfen die Verkehrsbehörden aktuell eine besonders umstrittene Maßnahme: Für die Fahrt mit dem Nahverkehrszug von Midtown Manhattan zum nur 16 Kilometer entfernten MetLife Stadium in East Rutherford sollen Fans während der WM-Spiele satte 100 Dollar bezahlen. Der reguläre Fahrpreis für dieselbe Strecke liegt normalerweise bei lediglich 12,90 Dollar. Dies würde eine Preissteigerung von unglaublichen 675 Prozent bedeuten.

Im MetLife Stadium sind insgesamt acht WM-Spiele angesetzt: fünf Partien in der Gruppenphase, ein Spiel in der Top-32-Runde, ein Achtelfinale und schließlich das große Finale am 19. Juli 2026. Wer alternativ mit dem Auto anreisen möchte, muss sogar noch tiefer in die Tasche greifen: Ein Parkplatz im Stadionort East Rutherford kostet während der WM-Spiele stolze 225 Dollar.

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Politische Kontroverse um Fan-Transport

Die geplanten Fahrpreise haben in der Region bereits eine politische Kontroverse ausgelöst. New-Jersey-Gouverneurin Mikie Sherrill (54) beklagte öffentlich, dass die örtlichen Behörden den Transport der Fan-Massen organisieren müssen, während die Fifa weder Kosten noch Logistik übernimmt. Für die acht Spiele in der Nähe von New York müssten pro Match Kapazitäten für mindestens 40.000 Fans geschaffen werden.

Die Demokratin rechnet mit Mehrkosten von rund 48 Millionen Dollar für die Region. Auch New-York-Senator Chuck Schumer (75) übte scharfe Kritik an der Fifa: Die Weltfußballorganisation nehme mit der WM rund elf Milliarden Dollar ein, „die Kosten für den Fan-Transport aber kurzerhand an die Öffentlichkeit weiterreicht“.

Überteuerte Preise auch in anderen Städten

Die Preisproblematik beschränkt sich nicht nur auf New Jersey. Auch in Boston könnten Fans von überteuerten Transportkosten betroffen sein: Dort sollen Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Gillette Stadium während der WM-Spiele 80 Dollar kosten. Die generelle Preissituation für WM-Besucher ist alarmierend.

Laut aktuellen Recherchen kostet eine Übernachtung zum Finaltag in New York City oft über 600 Dollar, bessere Hotels verlangen sogar 1200 Dollar und mehr. Die Ticketpreise im offiziellen Verkauf sind ebenfalls exorbitant: Gruppenspiele kosten bis zu 600 Dollar, K.-o.-Spiele bis zu 980 Dollar und das Finale schließlich bis zu 6.730 Dollar.

Zweitmarkt mit astronomischen Preisen

Auf dem Zweitmarkt werden teilweise das Fünffache der offiziellen Preise verlangt – ein Sitzplatz beim Finale wird dort für mehr als 10.000 Dollar gehandelt. Selbst die Verpflegung in den Stadien wird deutlich teurer sein als üblich: Einfache Mahlzeiten sollen rund 18 Dollar kosten, ein Bier etwa 15 Dollar.

Am Ende könnte der Besuch eines einzigen WM-Spiels viele Fans mehr kosten als sonst ein kompletter Urlaub. Die geplanten Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr, kombiniert mit den ohnehin schon hohen Kosten für Unterkunft, Tickets und Verpflegung, drohen die WM 2026 zu einem Event für Besserverdiener zu machen und normale Fußballfans auszuschließen.

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