Der Europameister Spanien hat Österreich im WM-Sechzehntelfinale mit 3:0 besiegt und damit die Mannschaft von Ralf Rangnick (68) aus dem Turnier geworfen. Nach dem Aus der DFB-Elf gegen Paraguay muss nun der nächste deutsche Trainer seine Koffer packen. Rangnick war vor dem Anpfiff noch mit einem Golfcart ins SoFi Stadium von Los Angeles gefahren – Hintergrund sind mehrere Operationen am Sprunggelenk nach einem hartnäckigen Keim und Wundheilungsstörungen im vergangenen Jahr.
Umstrittener Pfiff als Schlüsselmoment
Sportlich konnte der frühere Bundesliga-Coach mit seiner Mannschaft dem Favoriten nicht Paroli bieten. Ein Aufreger fungierte als Dosenöffner für die „Furia Roja“. In der 29. Minute faustete Ösi-Keeper Alexander Schlager den Ball unter leichter Bedrängnis vor die Füße von Marc Cucurella, der aus wenigen Metern einschoss. Doch Schiedsrichter Glenn Nyberg entschied auf Foulspiel am Keeper – ein aus österreichischer Sicht sehr schmeichelhafter Pfiff. ARD-Schiri-Experte Lutz Wagner kommentierte: „Das ist vergleichbar auch mit dem Spiel der Deutschen. Hier ist kein Stoßen, kein Halten, kein Ziehen zu sehen, deswegen für mich eigentlich eine normale Zweikampfführung.“
Oyarzabal ebnet den Weg
Der Aufreger entfachte das spanische Tor-Feuer. Cucurella wurde diesmal zum Vorlagengeber: Er spielte den Ball flach in die Mitte, wo Mikel Oyarzabal (29) goldrichtig stand und direkt zum 1:0 einschoss (36.). Die Rangnick-Elf kämpfte, nach vorne ging aber zu wenig. Bis auf einen Kopfball von Kalajdzic (61.) wurde es nicht richtig gefährlich. Stattdessen fingen sich die Ösis noch zwei Gegentreffer: Pedro Porro köpfte nach einer Hereingabe von Baena unbedrängt zum 2:0 (66.), und Oyarzabal sorgte kurz vor Schluss für den 3:0-Endstand (89.).
Ausblick: Spanien im Achtelfinale
Spanien trifft in der Nacht auf Freitag (1 Uhr) im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Portugal und Kroatien. Für Österreich und Ralf Rangnick ist die WM 2026 dagegen beendet.



