Zu kriegerisches Motiv: Haiti muss WM-Trikot ändern
Kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko muss Haiti seine Trikots überarbeiten. Der kolumbianische Sportartikelhersteller Saeta reagierte auf ein Verbot des Weltverbands Fifa, das ursprüngliche Design zu verwenden. Grund ist eine aufgedruckte kriegerische Schlachtszene, die auf der unteren Vorderseite des Trikots zu sehen ist. Sie zeigt die letzte Schlacht des haitianischen Unabhängigkeitskrieges von 1803 bei Vertières, bei der haitianische Sklaven gegen französische Truppen kämpften.
Saeta betonte, das Design sei nicht als politisches Statement gedacht gewesen, sondern als Hommage an die Männer und Frauen, die täglich für Haitis Zukunft kämpfen. Das Unternehmen respektiere den Abstimmungsprozess mit der Fifa und werde die geforderten Änderungen vornehmen. Details blieben jedoch ungenannt. Haiti hatte die Trikots zuletzt bei zwei Testspielen getragen, darunter auch Linksverteidiger Martin Expérience.
FBI-Chef: WM größte Sicherheitsherausforderung der US-Geschichte
FBI-Chef Kash Patel bezeichnete die Fußball-WM als die größte Sicherheitsherausforderung in der Geschichte der USA. Mit 48 Mannschaften, 36 Quartieren und elf Stadien allein in den USA sowie erwarteten drei Millionen Besuchern sei das Turnier ein gewaltiger Kraftakt. Die Bedrohungen reichten von Drohnen, Spionen und Terroristen bis hin zu gewaltbereiten Fans und kriminellen Kartellen.
Massenhaft gefälschte WM-Trikots in Hongkong beschlagnahmt
Die Zollbehörden in Hongkong beschlagnahmten kurz vor WM-Beginn massenhaft gefälschte Sportartikel mit WM-Bezug. Der Schätzwert der 230.000 sichergestellten Artikel, darunter rund 30.000 Trikots, liegt bei über 17 Millionen Euro. Ermittler Wayne Chung sagte, einige Trikots seien so gut gemacht, dass Verbraucher sie kaum von Originalen unterscheiden könnten. Die meisten waren Kopien teurer Spielertrikots und für den Export nach Amerika bestimmt.
US-Investor will Ansprüche gegen Spaniens Team geltend machen
Die „Financial Times“ berichtet über einen kuriosen Fall: Der US-Investor Blasket, spezialisiert auf erneuerbare Energien, versucht, Ansprüche von über 200 Millionen Euro gegen den spanischen Staat bei der Nationalmannschaft geltend zu machen. Anwälte der Firma verschickten Schreiben an den spanischen Verband, die Fifa, den Ausrüster Adidas und das Teamhotel in Chattanooga. Sie verlangen Auskunft, ob der spanische Staat Geld hinterlegt hat. Ein spanischer Regierungssprecher wies die Forderungen zurück und betonte, der Verband sei eine private Organisation.
Internationale Presse kritisiert Infantinos Pressekonferenz
Kurz vor WM-Start hielt Fifa-Präsident Gianni Infantino eine seltene Pressekonferenz, in der er hohe Ticketpreise verteidigte und zum Fall des abgewiesenen Schiedsrichters Omar Artan Stellung nahm. Die internationale Presse reagierte kritisch. Der britische „Independent“ sprach von „Trumpschem Geschwafel“ und einem chaotischen Start. Die mexikanische Zeitung „Récord“ bemängelte fehlende Euphorie und hohe Ticketpreise. Der Schweizer „Blick“ fand die Konferenz weniger spektakulär als 2022 in Katar.
Trump plant keinen Besuch des WM-Auftakts der USA
US-Präsident Donald Trump plant laut Medienberichten keinen persönlichen Besuch des WM-Eröffnungsspiels der USA gegen Paraguay. Stattdessen wird Außenminister Marco Rubio eine Delegation anführen, zu der auch Verkehrsminister Sean Duffy und Heimatschutzminister Markwayne Mullin zählen. Rubio will am Rande des Spiels mit Paraguays Präsidenten Santiago Peña über Sicherheit, Handel und Investitionen sprechen.
Sorge in Mexiko vor WM-Start: Polizei sichert Flughafen
Angesichts möglicher Lehrerproteste sicherten Hunderte Polizisten den internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt. Die Lehrer fordern die Abschaffung eines Rentengesetzes aus dem Jahr 2007. Auch das Aztekenstadion ist weiträumig abgesperrt. Ein Protestcamp im historischen Zentrum könnte das geplante Fan-Festival mit bis zu 80.000 Besuchern beeinträchtigen. Präsidentin Claudia Sheinbaum wollte die Eröffnungsfeier dort verfolgen.
WM-Austragungsorte und Obdachlosigkeit
Vor dem WM-Start rückt das Problem der Obdachlosigkeit in den Fokus. Städte wie Atlanta starteten Initiativen, um Zeltstädte zu beseitigen, doch nicht alle Obdachlosen wurden erreicht. Eine Umfrage der AP ergab, dass die meisten der 16 Austragungsorte auf bestehende Programme zurückgreifen, oft ohne neue WM-Finanzmittel.
Infantino über Visa-Affäre: „Nicht die Könige der Welt“
Fifa-Präsident Infantino warb um Verständnis für die Position der Fifa im Fall des abgewiesenen Schiedsrichters Omar Artan. „Wir versuchen immer, Lösungen zu finden, aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind“, sagte er. Es sei unglücklich, dass Artan die Einreise verweigert wurde. Infantino hofft auf gute Nachrichten, wurde aber nicht konkret.
WM-Eröffnung im Aztekenstadion
Am Donnerstag wird die WM im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt eröffnet. Das erste Spiel bestreiten Mexiko und Südafrika. Vor der Partie gibt es eine große Show mit Shakira und Burna Boy. Allerdings sorgen Lehrerproteste und Unwetter für Sicherheitsbedenken.
Iran droht mit Spielabbruch bei Protesten
Der Iran hat mit einem Spielabbruch gedroht, falls es bei seinen WM-Spielen zu Protesten der persischen Diaspora kommt. Sportminister Ahmed Donjamali sagte, das Team werde das Spielfeld verlassen, wenn politische Parolen zu hören sind. Zudem soll nur die offizielle Flagge der Islamischen Republik erlaubt sein. Zwei der drei Vorrundenspiele des Iran finden in Los Angeles statt, wo viele Exil-Iraner leben.
Senegal weist Schikane-Vorwürfe zurück
Das senegalesische WM-Team wies Berichte über Probleme bei der US-Einreise zurück. Ein Video, das eine Sicherheitskontrolle auf dem Rollfeld zeigte, sei beim Abflug in Raleigh entstanden, nicht bei der Landung. Die Spieler seien direkt vom Hotel zum Flugzeug gefahren worden, um Zeit zu sparen.
Umfrage: WM bringt kein Konsum-Feuerwerk in Deutschland
Nur knapp jeder Fünfte in Deutschland will Fanartikel kaufen, zehn Prozent neue Technik. Die meisten planen, häufiger zu grillen oder Getränke zu konsumieren. Das Interesse an der WM ist gedämpft: 30 Prozent wollen sie auf jeden Fall live sehen, jeder Dritte eher nicht. Politische Vorbehalte und fehlende Turnierstimmung spielen eine Rolle.
Schweden plant Trikot-Gag
Der schwedische Fußballverband ruft zu einer landesweiten Trikot-Aktion auf: Zwölf Stunden vor dem WM-Auftakt sollen alle Schweden ein blau-gelbes Trikot überstreifen. Ein Film mit Stars wirbt für die Aktion, um Gemeinschaftsgefühl und Stolz zu stärken.
WM-Schiedsrichter aus Somalia darf nicht einreisen
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan darf nicht in die USA einreisen. Die Grenzschutzbehörde CBP verweigerte ihm die Einreise aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die Fifa bestätigte, dass Artan nicht bei der WM trainieren oder eingesetzt werden kann.
Iran ohne Generalprobe
Irans Nationalmannschaft muss ohne geplantes Testspiel gegen Grenada in die WM starten. Der Gegner sagte wegen unzureichender Vorbereitung ab. Bereits zuvor war ein Test gegen Puerto Rico gestrichen worden.
Cheerleader-Jubel für DFB-Team in Winston-Salem
Die deutsche Nationalmannschaft wurde in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem mit Cheerleadern und Jubel empfangen. Manuel Neuer filmte die Zeremonie. Zuvor war das Team aus Chicago eingeflogen und mit Fontänen der Flughafen-Feuerwehr begrüßt worden.
Platini zeigt Infantino an
Der frühere Uefa-Präsident Michel Platini hat in Frankreich Strafanzeige gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino und fünf weitere Personen eingereicht. Er wirft ihnen eine Verschwörung vor, um seine Wahl zum Fifa-Präsidenten zu verhindern. Platini will auch eine Zivilklage auf Schadenersatz einreichen.
UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze
Das UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei der WM. Es wird erwartet, dass jedes vierte Spiel bei gefährlicher Hitze ausgetragen wird. Fans in Stadien und Fan-Zonen seien besonders gefährdet. Auch das Spieltempo könnte durch Hitzepausen sinken.



