Fußball-WM 2026: Boston und New York erhöhen Transportkosten für Fans drastisch
WM 2026: Boston und New York erhöhen Transportkosten für Fans

Fußball-WM 2026: Boston und New York erhöhen Transportkosten für Fans drastisch

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada droht für viele Fans zu einem finanziellen Albtraum zu werden. In den Austragungsorten Boston und New York steigen die Transportkosten zur Anreise zu den Spielstätten massiv an. Auch deutsche Anhänger der Nationalmannschaft müssen sich auf extrem hohe Ausgaben einstellen.

Astronomische Preise für Shuttlebusse und Bahnfahrten

Das Organisationskomitee in Boston gab am Dienstag bekannt, dass für die Anreise aus der Stadt zum etwa 43 Kilometer entfernten WM-Stadion ein spezieller Shuttlebus eingesetzt werden soll. Pro Sitzplatz werden dafür 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt berechnet. Besonders kritisch: Es gibt keinerlei Ermäßigungen für Kinder, behinderte Menschen oder Senioren ab 60 Jahren.

Bereits Anfang des Monats hatte der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Boston und Umgebung mitgeteilt, dass der Fahrkartenpreis für WM-Spiele von bisher 20 US-Dollar für NFL-Spiele der New England Patriots auf 80 US-Dollar steigen wird. Offizielle Parkplätze der FIFA werden für ein mögliches deutsches Sechzehntelfinale sogar 220 US-Dollar kosten.

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Auch New York mit massiven Preissteigerungen

Die Situation in New York/New Jersey ist ähnlich dramatisch. Wie das Portal The Athletic berichtet, dürften die Preise für die 29 Kilometer lange Zugfahrt zum Stadion voraussichtlich über 100 US-Dollar liegen. Normalerweise kostet eine Hin- und Rückfahrkarte auf dieser Strecke lediglich 12,90 US-Dollar. Das DFB-Team wird mindestens einmal im Finalstadion antreten – in der Vorrundengruppe E geht es am 25. Juni gegen Ecuador.

Kritik von Fanorganisationen

Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE), übte scharfe Kritik an den Preissteigerungen: „Das einzige Ziel des Turniers scheine darin zu bestehen, so viel Geld wie möglich von einem gefangenen Publikum zu erpressen.“ Er fügte hinzu: „Fans zur Kasse zu bitten, dass sie sich für die sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden, ist ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA und ihre Netto-Null-Verpflichtungen.“

Zum Vergleich: Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten.

Mögliche Routen für deutsche Fans

Sollte Deutschland die Gruppenphase des Turniers (11. Juni bis 19. Juli) als Erster abschließen, würde die Route im besten Fall über Boston, Philadelphia, erneut Boston und Dallas bis zurück nach New York/New Jersey führen. Als Gruppenzweiter würde die Route bis zum Endspiel über Boston, New York/New Jersey, Miami und Atlanta verlaufen.

Die hohen Transportkosten kommen zu den bereits kritisierten Ticketpreisen des Weltverbandes FIFA hinzu und sorgen zwei Monate vor Turnierbeginn für erheblichen Unmut unter den Fußballfans weltweit.

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