WM 2026: Belgien besiegt USA 4:1 nach Balogun-Skandal
WM 2026: Belgien besiegt USA 4:1 nach Skandal

Belgien hat die USA im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit 4:1 (1:2) besiegt und damit die Gastgeber aus dem Turnier geworfen. Die Partie stand ganz im Zeichen des Skandals um US-Stürmer Folarin Balogun, dessen Rotsperre von der FIFA überraschend zur Bewährung ausgesetzt worden war. Vor 66.925 Zuschauern in Seattle zeigte das Team von Trainer Mauricio Pochettino seinen schwächsten Turnierauftritt und muss den Traum vom ersten WM-Titel früher als erhofft begraben.

Balogun in der Startelf – Belgien protestiert vergeblich

Der 25-jährige Balogun stand trotz der Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina in der Startformation der USA. Die FIFA hatte die automatische Sperre von einem Spiel unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Der belgische Verband reagierte mit „Erstaunen“ und prüfte alle Optionen, um die „Grundprinzipien des Fair Play“ zu schützen. Ein Einspruch wurde von der FIFA jedoch zurückgewiesen.

Schweinsteiger und Klopp kritisieren FIFA scharf

Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kritisierte die FIFA in seiner Rolle als ARD-Experte: „Es darf nicht dazu kommen, dass Staaten eingreifen. Das geht nicht.“ Der Vorgang werfe kein gutes Licht auf den Weltverband. Noch deutlicher wurde Jürgen Klopp als MagentaTV-Experte: „Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage.“ Klopp, der als designierter Bundestrainer gehandelt wird, betonte: „Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte. So leid uns das tut, weil der Balogun das nicht will. Das sind die Regeln.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Trump bestätigt Telefonat mit Infantino

US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass er FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung der Roten Karte gebeten habe. „Ich halte die Entscheidung des schrecklichen Schiedsrichters nicht für gerechtfertigt“, erklärte Trump vor Journalisten im Oval Office. Infantino selbst betonte, die Gremien des Weltverbandes entschieden unabhängig und autonom. „So funktioniert das System der Fifa, und das ist ein Prinzip, das ich stets verteidigen werde.“ Die UEFA zeigte sich fassungslos und sprach von einer „roten Linie, die überschritten wurde“. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf forderte Aufklärung: „Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden.“

Spanien beendet Ronaldos WM-Traum

In einem weiteren Achtelfinale bescherte Spanien Cristiano Ronaldo einen bitteren Abschied von der WM-Bühne. Der Europameister siegte dank eines späten Treffers von Joker Mikel Merino (90.+1) mit 1:0 (0:0) gegen Portugal. Der 41-jährige Ronaldo agierte glücklos und wird seine beeindruckende Karriere nicht mit dem WM-Titel krönen. Portugals Trainer Roberto Martínez gab nach dem Aus seinen Rücktritt bekannt: „Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist.“

Verletzungssorgen bei Kolumbien und Schweiz

Kolumbien muss im Achtelfinale gegen die Schweiz auf den ehemaligen Bundesliga-Profi Jhon Córdoba verzichten. Trainer Néstor Lorenzo bestätigte, dass der 33-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung aus dem Spiel gegen Ghana „den Rest des Turniers nicht mehr spielen kann“. Die Schweiz bangt vor dem Duell mit Kolumbien um den Einsatz von Johan Manzambi (SC Freiburg), der das Training abbrechen musste. Auch Djibril Sow und Ruben Vargas (beide FC Sevilla) konnten nicht trainieren.

Messi fit für Viertelfinale gegen Ägypten

Argentinien kann im Viertelfinale gegen Ägypten auf Lionel Messi setzen. Trainer Lionel Scaloni bestätigte, dass der 39-Jährige trotz 120 Minuten im Achtelfinale gegen Kap Verde (3:2 n.V.) in der Startelf stehen wird. Ägyptens Trainer Hossam Hassan thematisierte unterdessen trotz des Verbots politischer Botschaften die Lage im Gazastreifen und prangerte Menschenrechtsverletzungen an.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Norwegen-Fans im Fußballrausch

Nach dem überraschenden Viertelfinal-Einzug Norwegens war ein Sonderflug von Oslo nach Miami innerhalb von Sekunden ausverkauft. „Das Interesse war riesig“, sagte Konzernchef Eiving Roald von Norse Atlantic Airways. „Wir hätten problemlos drei oder vier Flugzeuge mit norwegischen Fans füllen können.“ Wayne Rooney kündigte an, sein Versprechen einzulösen, in den Hudson River zu steigen, falls Norwegen das Viertelfinale erreicht.