Wimbledon 2025: Zverev als Hoffnungsträger, Serena Williams feiert Comeback
Wimbledon 2025: Zverev und Serena Williams im Fokus

Am Montag beginnt das prestigeträchtigste Tennis-Turnier der Welt: Wimbledon. Im All England Lawn Tennis & Croquet Club in London kämpfen die Stars um den Titel auf Rasen. Alexander Zverev geht nach seinem French-Open-Triumph als einer der Topfavoriten an den Start, während Serena Williams nach vier Jahren ihr Grand-Slam-Comeback im Einzel gibt.

Wann und wo wird gespielt?

Anders als die anderen drei Grand-Slam-Turniere startet Wimbledon am Montag und nicht am Sonntag. Zwei Wochen lang herrscht Trubel an der Londoner Church Road. Das Damenfinale findet am 11. Juli statt, das Herrenfinale am 12. Juli, jeweils um 15.00 Uhr MESZ. Eine Besonderheit: Es wird nicht bis in den frühen Morgen gespielt. Die Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MESZ) dient dem Lärmschutz der Anwohner und ermöglicht den Besuchern die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Alexander Zverevs Chancen auf den Titel

Mit seinem Sieg bei den French Open in Paris hat Zverev den Makel, keinen Grand-Slam-Titel geholt zu haben, endlich abgelegt. Nun stellt sich die Frage, ob er auch in Wimbledon um den Titel mitspielen kann. Der Weltranglisten-Dritte zählt zu den Topfavoriten, auch wenn Wimbledon bisher sein schwächstes Grand-Slam-Turnier war. Tennis-Ikone Boris Becker zeigt sich zuversichtlich: „Es gibt keinen Grund für mich, warum er nicht auch Wimbledon gewinnen kann.“

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Bei seinem einzigen Vorbereitungsturnier in Halle erreichte Zverev das Halbfinale, wo ihn Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung und der US-Profi Taylor Fritz stoppten. Seine Form spricht dafür, dass er erstmals über das Achtelfinale hinauskommen wird. Im vergangenen Jahr erlebte der Hamburger mit dem Erstrunden-Aus einen Tiefpunkt.

Die Topfavoriten und Topfavoritinnen

Bei den Herren bleibt Jannik Sinner trotz seines frühen Scheiterns bei den French Open der Topfavorit. Der italienische Weltranglisten-Erste reist als Titelverteidiger an und wird an Position eins gesetzt sein – vor Zverev. Carlos Alcaraz fehlt verletzungsbedingt, was dem siebenmaligen Wimbledon-Gewinner Novak Djokovic Chancen auf seinen 25. Grand-Slam-Titel eröffnet.

Bei den Damen ist die Favoritenrolle offener. Die belarussische Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka ist die Topgesetzte, Titelverteidigerin ist die Polin Iga Swiatek. Zu den Favoritinnen zählen zudem Jelena Rybakina aus Kasachstan und French-Open-Gewinnerin Mirra Andrejewa aus Russland.

Deutsche Aussichten in Wimbledon

Die einzigen realistischen Siegchancen der neun direkt fürs Hauptfeld qualifizierten Deutschen hat Zverev. Doch deutsche Tennisprofis waren beim Rasenklassiker immer wieder für Überraschungen gut. 2025 endete Laura Siegemunds Lauf erst im Viertelfinale, drei Jahre zuvor stürmte Tatjana Maria bis ins Halbfinale. Eva Lys kam in Wimbledon noch nicht über die zweite Runde hinaus. Zudem starten Ella Seidel und Tamara Korpatsch. Bei den Herren stehen neben Zverev Yannick Hanfmann, Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff direkt im Hauptfeld.

Serena Williams' großes Comeback

Serena Williams liefert die große Comeback-Story. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin kehrt auch im Einzel auf die große Bühne zurück – mit 44 Jahren und als zweifache Mutter. Vor vier Jahren hatte der US-Superstar bei den US Open letztmals ein Grand-Slam-Match bestritten. Vor zwei Wochen feierte sie im Londoner Queen's Club ihr Comeback im Doppel. Für Wimbledon erhielt sie sowohl für das Einzel als auch für die Doppel-Konkurrenz eine Wildcard. Dort möchte sie mit ihrer Schwester Venus Williams für sportliche Highlights sorgen.

Preisgelder auf Rekordniveau

Beim Preisgeld herrscht Gleichheit für Frauen und Männer. Die Siegerin und der Sieger im Einzel verdienen jeweils 3,6 Millionen Pfund (rund 4,17 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es noch drei Millionen britische Pfund (ca. 3,52 Millionen Euro). Insgesamt werden in diesem Jahr 64,2 Millionen Pfund (rund 74,3 Millionen Euro) ausgeschüttet – ein Rekordniveau, das 20 Prozent höher liegt als im Vorjahr. Wer in der ersten Runde verliert, reist mit 80.000 Pfund (rund 92.600 Euro) aus London ab.

Übertragung und Experten

Um das Turnier zu sehen, ist ein Prime-Abonnement notwendig. Der Streaminganbieter Prime Video von Amazon überträgt. Erstmals wird auch die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber als Expertin dabei sein, allerdings erst in der zweiten Turnierwoche.

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