Werners Wut nach Pokal-Aus: Leipzigs Trainer tobt über Schiedsrichter-Entscheidungen
Werners Wut nach Pokal-Aus: Trainer tobt über Schiris

Werners Wut nach Pokal-Aus: Leipzigs Trainer tobt über Schiedsrichter-Entscheidungen

RB Leipzigs Trainer Ole Werner ist nach dem 0:2 im DFB-Pokal-Viertelfinale beim FC Bayern München zutiefst verärgert über die Leistung der Schiedsrichter. Sein Kapitän David Raum äußerte nach der Niederlage sogar Mitleid mit den Unparteiischen. Die Entscheidungen der Referees brachten den Trainer in Rage und sorgten für kontroverse Diskussionen nach dem Spiel.

Kritik an einer Schlüsselszene

Besonders eine Szene in der 27. Minute beim Stand von 0:0 entfachte Werners Zorn. Ein Foul des Münchner Außenverteidigers Josip Stanisic an Antonio Nusa an der Strafraumlinie der Bayern wurde von Schiedsrichter Daniel Siebert nicht geahndet. „Absoluter Wahnsinn“, nannte Werner die Entscheidung. „Für mich braucht man dafür keinen VAR. Jeder im Stadion hat das Foul gesehen, außer vier Leute“, schilderte der Trainer erbost.

Werner betonte, dass er die Situation klar als Foulspiel erkannt habe. „Ich muss das sehen, VAR hin oder her. Wenn ich das nicht als Foul sehe, zu viert auf diesem Niveau, dann ist das einfach schlecht“, kritisierte er die Schiedsrichterleistung scharf. Die fehlende Ahndung des Vorfalls wirkte sich maßgeblich auf den Spielverlauf aus.

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Raums Mitleid mit den Schiedsrichtern

RB-Kapitän David Raum zeigte sich nach dem Spiel deutlich milder, aber dennoch kritisch. „Sie tun mir nur noch leid“, sagte der Außenverteidiger über die Schiedsrichter. Er äußerte die Vermutung, dass der Videobeweis die Unparteiischen unsicherer mache. „Ich habe das Gefühl, seitdem der Videobeweis da ist, sind sie unsicher und haben noch mehr Angst, Fehler zu machen“, analysierte Raum.

Der Nationalspieler wünscht sich mehr Mut von den Schiedsrichtern. „Ich würde mir manchmal von den Schiedsrichtern wieder mehr Mut wünschen“, sagte er. Raum urteilte, dass Schiedsrichter zu sein „in der aktuellen Phase nicht der coolste Job“ sei. Diese Aussage unterstreicht die schwierige Situation, in der sich die Unparteiischen befinden.

Weitere kontroverse Momente

Nicht nur Werner und Raum äußerten Kritik. Mitspieler Christoph Baumgartner, dessen vermeintliches Führungstor in der 4. Minute wegen Abseits durch den VAR zurückgenommen wurde, bezeichnete sich zwar als „Fan von gerechtem Fußball“, kritisierte aber: „Es wird mir aber zu viel Macht in die VAR-Hände gelegt“.

Das Spiel selbst entwickelte sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zugunsten der Bayern. Torwart Maarten Vandevoordt war lange Zeit unüberwindbar, machte vor dem Elfmeter zum 0:1 durch Harry Kane in der 64. Minute aber eine unglückliche Figur beim Foul an Josip Stanisic. Nur drei Minuten später machte Luis Díaz mit dem 0:2 alles klar und schoss die Münchner ins Halbfinale, das am 22. Februar ausgelost wird.

Mintzlaffs klare Ansage

RB-Boss Oliver Mintzlaff zeigte sich nach dem Aus gegen die abgezockten Bayern enttäuscht, aber nicht komplett unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat eine ordentliche Leistung gezeigt. Dann fehlt uns immer wieder das Quäntchen“, befand der Geschäftsführer. Allerdings kritisierte er Auftritte wie zuletzt gegen St. Pauli, Mainz und Köln in der Liga als „zu wenig“.

Mintzlaff formulierte eine klare Zielvorgabe für die Mannschaft: „Ich sprech's heute mal aus: Ich will mit der Mannschaft in die Champions League. Und wenn du in die Champions League willst, dann brauchst du Mentalität über 90 Minuten“. Trotz der Niederlage im Pokal zeigte er sich mit der gezeigten Einstellung zufrieden.

Für RB Leipzig war es bereits das dritte Saisonduell mit den Bayern, nach einem 0:6 und einem 1:5 in der Bundesliga. Diesmal kassierten die Leipziger ein 0:2, das sie aus dem DFB-Pokal warf. Die Diskussionen um die Schiedsrichterleistung werden jedoch noch länger nachhallen als die Niederlage selbst.

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