Werder Bremens Absturz: 13 Spiele ohne Sieg nach Pleite im Nordderby bei St. Pauli
Werder Bremens Absturz: Pleite bei St. Pauli stürzt Klub auf Platz 17

Werder Bremens Absturz: 13 Spiele ohne Sieg nach Pleite im Nordderby bei St. Pauli

Voll-Alarm bei Werder Bremen! Die Bremer haben das Nordderby beim FC St. Pauli mit 1:2 verloren und sind damit auf den 17. Tabellenplatz abgerutscht. Es ist das 13. Spiel in Folge ohne Sieg für den Traditionsverein, womit der Negativrekord aus der Saison 2012/13 eingestellt wurde. Für den neuen Trainer Daniel Thioune bedeutet es die dritte Niederlage im dritten Spiel.

Ein Torwartfehler leitet die Niederlage ein

In der 55. Minute schockte ein folgenschwerer Fehler von Torwart Mio Backhaus die Werder-Anhänger. Nach einer Flanke von Danel Sinani köpfte Hauke Wahl, der sein Comeback nach einer Knieverletzung feierte, relativ harmlos aufs Tor. Doch Backhaus griff daneben und ließ den Ball zum 1:0 für St. Pauli ins Netz gleiten. Bemerkenswert: Es war erst das dritte Kopfballtor der Kiezkicker in dieser Saison.

Kurze Hoffnung, dann erneuter Rückschlag

Für Werder Bremen war die Niederlage besonders bitter, da die Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt das bessere Team gewesen war. Die Reaktion ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Knapp 90 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte Leihstürmer Jovan Milosevic, der vom VfB Stuttgart gekommen war, den Ausgleich zum 1:1 in der 62. Minute. Er traf aus dem Gedränge nach einer Flanke von Samuel Mbangula, der erneut in der Startelf stand.

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Doch die Freude währte nur kurz. Werder Bremen schlief in der Defensive ein, und Joel Chima Fujita wurde im Rückraum völlig frei gelassen. Mit seinem ersten Bundesligator erzielte er das 2:1 für St. Pauli in der 70. Minute und besiegelte damit die Niederlage der Bremer.

Zwei wichtige Erkenntnisse aus dem Nordderby

Das Nordderby brachte zwei klare Erkenntnisse ans Licht. Erstens: Wenn Werder Bremen solche Spiele verliert, in denen sie ihre wenigen, aber vorhandenen Vorteile nicht nutzen und ein lange harmloses St. Pauli selbst ins Spiel bringen, dann spricht nicht mehr viel für den Klassenerhalt. Die Frage stellt sich: Gegen wen soll die Mannschaft dann noch gewinnen?

Zweitens: Wenn der FC St. Pauli solche Spiele gewinnt, dann ist auch für die Kiezkicker der Klassenerhalt durchaus realistisch. Der Sieg katapultierte St. Pauli auf Platz 16 und gibt der Mannschaft neuen Auftrieb.

Kuriose Szene vor dem Anpfiff

Kurz vor dem Anpfiff kam es zu einer kuriosen Szene. Bremens Trainer Daniel Thioune befand sich mitten in einem Interview bei DAZN, als der Sender plötzlich Bilder einspielte, die zeigten, wie sich Werder-Profi Felix Agu beim Aufwärmen die rechte Leiste hielt und in die Kabine ging. Thioune beendete das Interview sofort, eilte hinterher und erfuhr die schlechte Nachricht: Agu, der für die Startelf eingeplant war, fiel aus. Für ihn rückte Isaac Schmidt in die Startformation.

Die Situation unterstreicht die angespannte Lage bei Werder Bremen, die nun dringend eine Wende benötigen, um den drohenden Abstieg abzuwenden. Die Mannschaft steht unter enormem Druck, und die kommenden Spiele werden entscheidend sein für das Schicksal des Vereins in dieser Saison.

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