BVB-Präsident Watzke erklärt umstrittene Schlotterbeck-Ausstiegsklausel im Detail
Watzke erklärt Schlotterbeck-Klausel: Details zur Ausstiegsoption

BVB-Präsident bricht sein Schweigen: Watzke erklärt Schlotterbeck-Klausel im Detail

Nachdem die Verantwortlichen des Borussia Dortmund lange Zeit geschwiegen hatten, äußert sich nun Präsident Hans-Joachim Watzke (66) zur umstrittenen Ausstiegsklausel im Vertrag von Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (26). Die Klausel sorgte bei den BVB-Fans für erheblichen Unmut, der sich in Pfiffen gegen den Nationalspieler nach dessen Vertragsverlängerung bis 2031 manifestierte.

Hintergründe der vertraglichen Vereinbarung

Im exklusiven Interview mit den „Ruhr Nachrichten“ erläutert Watzke die Beweggründe für die umstrittene Klausel: „Wir wären sonst Gefahr gelaufen, mit Beginn der neuen Saison mit Nico ins letzte Vertragsjahr zu gehen. Das wollten wir in jedem Fall vermeiden.“ Der BVB-Präsident betont weiter: „Sollte es irgendwann passieren, dass er wechseln möchte, dann nehmen wir jetzt in diesem Sommer auf jeden Fall eine höhere Summe ein, als wenn er nicht verlängert hätte.“

Die Ausstiegsklausel soll laut Informationen zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen und gilt ausschließlich für drei ausgewählte Vereine – darunter Real Madrid und der FC Liverpool. Auffällig ist, dass der FC Bayern München nicht zu den begünstigten Klubs zählt, die Schlotterbeck bereits im kommenden Sommer verpflichten könnten.

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Zeitliche Beschränkungen und strategische Überlegungen

Die Klausel unterliegt zudem strengen zeitlichen Beschränkungen: Sie ist nicht während der gesamten Sommer-Transferperiode gültig, sondern läuft bereits im Juli ab – zeitnah zum WM-Finale am 19. Juli. Diese zeitliche Begrenzung verschafft dem BVB im Falle eines Weggangs Schlotterbecks noch ausreichend Zeit für Reaktionen auf dem Transfermarkt.

Watzke erklärt die strategische Bedeutung dieser Vereinbarung: „Wir haben den Transferwert dieses Spielers deutlich abgesichert und dadurch unsere Planungssicherheit deutlich erhöht.“ Der BVB-Präsident stellt klar: „Es ist viel schlimmer, einen Spieler ablösefrei ziehen zu lassen, als in Verhandlungen mit einem Spieler Zugeständnisse zu machen.“

Reaktion auf die Fan-Proteste

Zur kontroversen Diskussion über die Pfiffe der BVB-Anhänger gegen Schlotterbeck nimmt Watzke ebenfalls Stellung: „Wir können und wollen den Leuten nicht verbieten, zu pfeifen. Aber wir dürfen ihnen schon sagen, dass wir Pfiffe gegen einen unserer Spieler als nicht gerechtfertigt empfinden.“

Bereits am Samstag hatte sich Dortmunds neuer Sportdirektor Ole Book (40) im DAZN-Interview zurückhaltend gezeigt und lediglich erklärt: „Es ist so, dass wir keine Details zu Vertragsinhalten freigeben werden.“ Mit Watzkes ausführlicher Stellungnahme wird nun erstmals Transparenz in die vertraglichen Details gebracht, die für erhebliche Diskussionen unter den Schwarz-Gelben gesorgt hatten.

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