Die Zukunft von Rudi Völler als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist ungewiss. Sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der Weltmeisterschaft 2026 nicht weitermachen, könnte ein neuer Trainer auch ohne Völler kommen. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf DFB-Kreise.
Nagelsmanns Zukunft als Schlüsselfaktor
Nagelsmanns Vertrag als Bundestrainer läuft bis 2026. Sollte er nach der WM in den USA, Kanada und Mexiko nicht verlängern, müsste der DFB einen Nachfolger suchen. In diesem Szenario sei nicht ausgeschlossen, dass der neue Trainer ohne Völler als Sportdirektor arbeiten wolle, hieß es. Völler selbst hatte nach der enttäuschenden EM 2024 im eigenen Land seine Rolle als Sportdirektor übernommen, nachdem er zuvor als Interimstrainer eingesprungen war.
Völlers Bilanz und Kritik
Der 65-Jährige steht immer wieder in der Kritik. Seine Arbeit als Sportdirektor wird von Teilen der Öffentlichkeit und der Fachwelt skeptisch gesehen. Insbesondere die sportliche Entwicklung der Nationalmannschaft und die Kaderplanung werden hinterfragt. Ein möglicher Abschied Völlers könnte den Weg für einen Neuanfang ebnen, falls Nagelsmann geht.
DFB schweigt zu Personalien
Der DFB äußerte sich offiziell nicht zu den Spekulationen. Präsident Bernd Neuendorf hatte zuletzt betont, dass man mit Nagelsmann plane und Völler weiterhin eine wichtige Rolle spiele. Allerdings räumte er ein, dass nach der WM 2026 eine Neubewertung aller Positionen anstehe. „Wir werden nach dem Turnier in Ruhe analysieren und dann Entscheidungen treffen“, sagte Neuendorf in einem Interview.
Zeitplan für Entscheidung
Bis zur WM 2026 bleibt Völler im Amt. Eine Entscheidung über seine Zukunft wird frühestens im Sommer 2026 erwartet, wenn auch die Trainerfrage geklärt ist. Sollte Nagelsmann bleiben, könnte Völler ebenfalls weitermachen. Bei einem Abschied des Bundestrainers droht jedoch auch Völler das Aus.



