Union Berlins Heidenheim-Fluch hält an: Historisches Debüt von 16-jährigem Linus Güther
Union verliert in Heidenheim: Historisches Debüt von 16-Jährigem

Union Berlin unterliegt in Heidenheim: Negativserie setzt sich fort

Der Heidenheim-Fluch für Union Berlin bleibt ungebrochen. Die Eisernen mussten sich am 11. April 2026 auf der schwäbischen Alb mit 1:3 geschlagen geben und verpassten damit erneut den vorzeitigen Klassenerhalt. Für Trainer Steffen Baumgart und seine Mannschaft war es eine enttäuschende Leistung gegen den Tabellenletzten.

Historischer Moment für die Köpenicker

Inmitten der sportlichen Enttäuschung gab es jedoch einen historischen Höhepunkt für Union Berlin. In der 84. Minute brachte Trainer Steffen Baumgart den erst 16 Jahre und drei Tage alten Linus Güther für Král ins Spiel. Damit wurde das junge Talent zum zweitjüngsten Spieler in der Geschichte der Bundesliga überhaupt.

Güther unterbot den bisherigen Vereinsrekord und ist nun der jüngste Spieler, der jemals für Union Berlin in der Bundesliga zum Einsatz kam. Nur Youssoufa Moukoko, der am 21. November 2020 mit 16 Jahren und einem Tag für Borussia Dortmund debütierte, war in der Ligageschichte noch jünger.

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Schon bei der Ankunft in Heidenheim zeichnete sich die Besonderheit des Tages ab: Güther durfte sein erstes Autogramm geben – eine Unterschrift, die nach seinem historischen Debüt sicherlich besonders wertvoll sein wird.

Lob von erfahrenen Teamkollegen

Rani Khedira, mit 32 Jahren einer der erfahrensten Spieler im Union-Kader, äußerte sich nach dem Spiel voll des Lobes für den Youngster: „Er wird seinen Weg gehen und das war das erste von ganz vielen Spielen in der Bundesliga für ihn. Er ist sehr reif, sehr klar und mutig in seinem Auftreten. Er ragt aufgrund seines Alters heraus, aber ansonsten merkt man das nicht.“

Schwache Leistung gegen Tabellenletzten

Auf dem Platz bot Union Berlin eine enttäuschende Vorstellung. Bereits in der neunten Minute ging Heidenheim durch Honsak in Führung, der bis zu diesem Spiel torlos geblieben war. Der gleiche Spieler erhöhte in der 36. Minute auf 2:0 und sorgte damit für eine komfortable Halbzeitführung der Hausherren.

Union zeigte sich chancenlos und konnte dem Druck der Heidenheimer kaum etwas entgegensetzen. Erst in der 75. Minute gelang Querfeld der Anschlusstreffer zum 1:2, nachdem der Ball über Král und Khedira zu ihm gelangt war und der Österreicher aus kurzer Distanz ins lange Eck traf.

Doch die Hoffnung auf einen Punktgewinn währte nur kurz. Nur vier Minuten später ließ Zivzivadze die Union-Verteidiger Doekhi und Querfeld stehen und schoss den Ball über Torwart Rönnow hinweg zum 3:1-Endstand ein. Beide Abwehrspieler sahen in dieser Szene nicht gut aus.

In der Nachspielzeit traf der Ex-Karlsruher Zivzivadze erneut, doch dieses Tor wurde wegen Sichtbehinderung des Torwarts nicht anerkannt.

Zehn Jahre ohne Sieg in Heidenheim

Die Niederlage setzt eine bemerkenswerte Negativserie fort. Seit dem 17. April 2016 – also seit genau zehn Jahren – hat Union Berlin kein Spiel mehr in Heidenheim gewonnen. In der Bundesliga stehen nun sechs Partien ohne Sieg zu Buche, nur in der Rückrunde der Saison 2023/2024 gelang den Köpenickern ein Unentschieden.

Die nächste Gelegenheit, die magische 35-Punkte-Grenze zu erreichen und damit den Klassenerhalt mathematisch sicherzustellen, hat Union Berlin am kommenden Samstag, dem 18. April 2026. Dann empfängt die Mannschaft von Steffen Baumgart den VfL Wolfsburg in der heimischen Alten Försterei.

Für Linus Güther wird dieses Spiel eine weitere Chance sein, sich in der Bundesliga zu beweisen. Sein historisches Debüt in Heidenheim wird dennoch als besonderer Moment in die Annalen des Vereins eingehen – ein heller Punkt in einer ansonsten enttäuschenden Niederlage.

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