Union Berlin vollzieht späten Trainerwechsel: Baumgart muss gehen
In einer späten Nachtaktion hat der 1. FC Union Berlin für einen spektakulären Personalwechsel gesorgt. Der Klub trennte sich am Samstagabend kurz vor Mitternacht von Cheftrainer Steffen Baumgart. Die Entscheidung fiel um 23:47 Uhr und markiert einen tiefen Einschnitt für den Bundesligisten.
Eta übernimmt vorläufig die Verantwortung
Als Interimslösung übernimmt Marie-Louise Eta den Trainerposten. Die bisherige Trainerin der U19-Junioren und designierte Cheftrainerin der Profimannschaft der Frauen wird vorerst das Team führen. Neben Baumgart wurden auch die Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna von ihren Aufgaben freigestellt.
Enttäuschende Rückrunde als Auslöser
Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer des 1. FC Union Berlin, begründete die Entscheidung mit den schwachen Leistungen der Mannschaft: „Wir spielen bisher eine absolut enttäuschende Rückrunde und lassen uns vom Tabellenstand nicht blenden. Unsere Lage ist nach wie vor bedrohlich und wir benötigen dringend Punkte, um den Ligaverbleib zu sichern.“
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Nur zwei Siege aus vierzehn Spielen seit der Winterpause
- Enttäuschende Leistungen in den letzten Wochen
- Keine Anzeichen für eine Trendumkehr in der bisherigen Konstellation
Neustart als letzte Hoffnung
„Wir haben daher entschieden, jetzt noch einmal neu anzusetzen“, erklärte Heldt weiter. Der Klub sieht in dem Trainerwechsel die letzte Möglichkeit, die drohende Gefahr des Abstiegs abzuwenden und die dringend benötigten Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln.
Die Entscheidung fiel nach intensiven Beratungen innerhalb der Vereinsführung. Die Verantwortlichen waren sich einig, dass ein Wechsel an der Trainerposition notwendig ist, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen und die sportliche Krise zu überwinden.
Marie-Louise Eta steht nun vor der großen Herausforderung, das Team in den verbleibenden Spielen der Saison zu stabilisieren und den Klassenerhalt zu sichern. Ihre Erfahrung mit den Nachwuchsspielern könnte sich dabei als wertvoll erweisen.



