Historischer Dreier: Union Berlin beendet sieben Spiele lange Durststrecke
Die Eisernen aus der Hauptstadt haben endlich wieder den Geschmack des Erfolgs gekostet. Im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei setzte sich Union Berlin mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen durch und beendete damit eine sieben Partien andauernde Sieglos-Serie. Der entscheidende Treffer fiel in der 28. Spielminute durch Rani Khedira.
Leverkusen zeigt sich zwischen Champions-League-Spielen unkonzentriert
Die Werkself wirkte gedanklich abwesend und konnte nie wirklich gefährlich werden. Nur drei Tage nach dem wichtigen 2:0-Auswärtssieg bei Olympiakos Piräus in der Königsklasse fehlte Bayer Leverkusen die notwendige Spannkraft und Konzentration. Trainer Kasper Hjulmand hatte mit fünf Rotationen fast die halbe Startelf ausgetauscht, doch diese Personalstrategie ging nicht auf.
Personalsorgen und defensive Stabilität bei Union
Auch Union Berlin kämpfte mit erheblichen Personalsorgen in der Defensive. Die Ausfälle von Diogo Leite, Tom Rothe und Josip Juranovic sowie die frühe Verletzung von Janik Haberer nach nur zehn Minuten stellten Trainer Steffen Baumgart vor große Herausforderungen. Dennoch gelang es den Berlinern, sich trotzig und kompakt zu organisieren und den knappen Vorsprung über die volle Spielzeit zu verteidigen.
Die einfache Spielweise der Eisernen zeigte Wirkung: Union drückte dem spielerisch eigentlich überlegenen Gegner seinen Willen auf und profitierte von einem individuellen Fehler. Ex-Unioner Robert Andrich ließ sich von Khedira überlisten, der sich geschickt in den Rücken des früheren Kollegen schlich und den Ball zum 1:0 ins Bayer-Tor hob.
Leverkusens vergebliche Aufholjagd in der Schlussphase
Erst nach einer Stunde Spielzeit reagierte Hjulmand und brachte mit Patrik Schick, Ernest Poku und Lucas Vazquez erfahrene Offensivkräfte. Leverkusen drückte nun energischer, doch Union hatte sich längst erfolgreich auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs eingeschworen. In der Nachspielzeit hatte Schick mit einem Kopfball (90.+2) noch die beste und letzte Chance zum Ausgleich, doch auch diese blieb ungenutzt.
Mit diesem wichtigen Dreier beenden die Berliner nicht nur ihre negative Serie, sondern stoppen auch die in der Hauptstadt aufgekommene Diskussion um einen drohenden Abstiegskampf. Für Leverkusen hingegen wird das Zwischenrunden-Rückspiel in der Champions League gegen Olympiakos Piräus am kommenden Dienstag zur entscheidenden Bewährungsprobe, bei der die Spannkraft wieder stimmen muss, um den Achtelfinaleinzug nicht zu gefährden.



